Druckschrift 
2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
270
Einzelbild herunterladen
 

270 Der Prediger.

vits cum uxors, gusm ciiliZis, cunÄig öiebus vitse

inüäbilltatis tuX.

Es ist eine derbe Lüge, wo es heißt, das ganze Werksey von einem sinnlichen und ekelvollen Materialisten: dennkS wird darinnen von dem Unterschiede zwischen dem Geisteund der Materie sehr oft Meldung gerhan; und es wird aus-drücklich gesaget: Der Leib ist aus der Erde gestaltet, und dieSeele wird zu Gotte zurückkehren, der sie erschaffen hat.

Ls ist eine derbe Lüge, oder vielmehr eine schändlicheHinterlist des Geistes der Verführung, wo man versichert,der Prediger lehre, daß der Mensch vor dem Viehe nichts vor-aus habe. Wir haben davor den wahren Sinn des Verfas,ftrö ausgeleget.

Endlich ist es eine derbe Lüge, wo es heißt, es wäre,nach der Mcyriung dieses Schriftstellers, besser nicht gebohrenzu seyn, als zu leben. Dieser allgemeine Saß wird an kei,nsr Stelle gefunden. Alles, was im vierten Kapitel da-von steht, lautet also: Ich habe gesehen, rvie die Unschul-digen durch die Verleumdung verschwärzet, mit Lbränenbenetzet, von der Gewalt unterdrücket, ohne Hülfe, undohne allen Trost waren. Bey diesem betrübten Anblickehabe ich gesunde», daß die Todten glücklicher sind, alsdie Lebendigen, und noch glücklicher jene, die nicht ge»bohren sind. Und im sechsten Kapitel heißt es: Wenn einMensch viele Rinder erzeuget, und lange Jahre auf Er-den verlebet hat, ohne daß er jemals in seinem Leben sei-ner Güter genoß, und ohne daß er nach seinem Lode dieletzten Ehren des Begräbnisses empfieng; so sageich ohneScheue, daß eine unzeitige Geburt ein besseres Schicksalhat, als er.

W

'S,'

!

! »d!I M

Ä!

Zu,

/