264 Der Prediger.
wachen können, als durch jenen lebhaften Ausruf, womitrr seine Rede beginnt: Eitelkeit über Eitelkeit'. und Me-ist Eitelkeit. Er hätte zuin letzten Schluffe von -er FurchtGottes und von -er treuen Beobachtung seiner Gebothe,womit er sie endiget, nicht besser bereiten können.
* Die erste Gattung der Eitelkeit, die er verdammet, istjene Begierde, alles zu wissen, alles zu erforschen, alles zuentdecken : Senn die Ordnung des Weltbaues ist allezeit dernämliche; die Auftritte, welche die Welt vorstellet, sind al-lezeit die nämlichen; der Mensch im Grunde ist allezeit di»nämliche: und diese Untersuchung bringt weit mehr Beschwer»niß mit sich, als sie Vergnügen und Nutzen schaffet, lnmulta Hpientia mults inäi§n3tio, <L qui aclciit leienti-am, sclärt L lsborem.
** Eö ist eine gleiche Eitelkeit, sich in vielfältige Wohl»lüste zu versenken, prächtige Gebäude aufzuführen, unermeö»seneö Reichrhum zu sammeln: denn Gott läßt dem Menschen,der vor seinen Auge« werth ist, Weisheit und Wonne zuTheile werden, und grebl dem Sünder unnützliche Sorgenund Betrübniß. Domini bonoin conipeAu Ino äeäitDeus ispientiam A lXtitism; psccatori uutem äeclit^MiAionenr cursmüiperüusm.
^ wieder eins Eitelkeit, sich von unmäßiger Ar,beit ermüden zu lassen, die Geheimnisse der Werke Gottes er»gründen, oder die Zukunft vorfehen zu wollen: denn dieMäßigung in den Begierden ist das wahre Kennzeichen derWeisheit, uud zugleich eins Gabe Gottes. Lt coZnovi,csuoä non eilst melius, nili Ixtsri, L Heere bene invits üm. Dieses lehret uns der weise Salomon in dem er-sten Theile dieses Buches.
* Damit
» predig, r. " Ebeird. ir. — Ebend. IU.