Druckschrift 
2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
263
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Der Prediger. 26;

die Erinnerung, daß ein höchster Richter ist , und daß wirnach dem Tode, wo für uns alles ein Ende nehmen wird ,für alles Gare und für alles Böse, das wir gechan haben,Gotte Rechenschaft geben müssen. Diesen Begriff kannsich ein Mensch, der zu urcheilen und zu denken weiß, vondem Buche des Predigers machen.

Man kann nicht zweifeln, daß dieses Buch vomSalsmon geschrieben worden sey. Die Schilderung, welche derVerfasser von sich sechsten giebt, kann Niemanden, oderdiesem Fürsten, zukommen. Wir lesen im dritten Buche derKönige daß Salomon alle Weise vom Morgenlande,von Aegypten, und von der ganzen Welt an Weisheit über-traf; daß keiner aus den Königen, die vor ihm geherrschethakten, ihm an Reichkhnme und Ehre gleich gekommen war,und daß ihm keiner aus denen, die auf ihn folgen sollen,jemals gleich kommen werde; daß er Verse und Gleichnissebey Tausenden verfertigte, daß er über alle Dinge, welchedie Natur hervorbringk, und über alle Thiere, die auf derErde wohnen, in der Luft fliegen, oder im Wasser leben,' gründlich zu reden wußte; daß man von allen Enden derWelt hsrbey kam, um seine Aussprüche zu vernehmen: undmir eben diesen Zügen schildert sich der Prediger schon am An-fänge seines Buches selber ab. ,

Wir haben ihr schon eine kurze Zergliederung, oder viel-mehr die Abtheilung vom Buche des Predigers angegeben:wir wollen es noch «was umständlicher erklären, damit manbesser empfinden möge, in was für einer Absicht es geschrie-ben worden sey. Und erstlich hätte der Verfasser den End-zweck , den er sich vorstellte, nicht nachdrücklicher bekannt

machen

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