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XXXV.
XXXV.
Der Prediger.
^Ver Prediger ist ein Buch von sittlichen Betrachtungenund Lehren, welches die jüdische Kirche und die christ-liche Kirche zu allen Zeiten für kanonisch gehalten haben; vondem die seichten und leichtfertigen Gemächer die Deutungnicht ergründen; und welches die Freydenker und Maleria-listen aus Bosheit misbrauchen.
Der Endzweck dieses Buches ist, das Nichts und die Ei-telkeit aller Dinge zu zeigen, welche der Gegenstand desStolzes, des Bestrebens, und der Neigung der Menschen sind;sie zu unterweisen, wie sie mit Mäßigung und Dankbarkeitdie Güter brauchen sollen, welche der Herr in dieser Welt ih-nen anbeut; und wie sie beständig jenes höchste Wesen vorden Augen haben sollen, in dessen Händen sie schweben, unddem sie von dem Gebrauche ihres Lebens, und aller ihrer Ge-danken , Gesinnungen, Handlungen Rechenschaft gebenwerden.
Das ganze Werk ist in zwölf Kapitel eingetheilet. Diedrey ersten stellen die Eitelkeit der sinnlichen und vergängli-chen Dinge vor; die drey folgenden entdecken, wie wenigman sich auf die Denkensart und das Urtheil der Menschenverlassen solle, und zeigen die auffallenden Gegensäße, so-wohl als die traurigen Auftritte, die aus ihrer Art zu den«ken und zu urtheiken entspringen. Das siebente, achte,neunte, und zehnte stellen weise Grundsätze auf, um sich indem Betragen und in den Urtheilen danach zu richten, undum der Ungerechtigkeit und dem Jrrrhume auf gleiche Weiseauszuweichen. Endlich geben uns die zwey letzten Kapitel
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