Peter. 255
, Diese Zufälle verbreiteten in der ganzen Kirche ein hei,i liges Schrecken, und flößten eine neue Liebe zur Aufrichtig,^ feit und Redlichkeit ein, da man die Strafe der Falschheit^ und Häucheley erblickte. Aus dem Vortrage dieser Bege., bmheit kann man schließen, was für Beynamen der Verfäl,^ scher der heiligen Schrift verdiene.
k IV.
^ Erasmus machte eine recht sonderbare Anmerkung:^ Das Oberhaupt der christlichen Religion machte seinemApoftelamte durch die Verläugnung Jesu Christi den An,^ s»ng; und der erste hohe Priester der Juden hatte sein^ Amt mit der Verfertigung und Anbethung eines goldnenRalbes begonnen.
^ Wenn Erasmus diese Anmerkung gemacht hätte, so„ könnte man von ihm sagen, daß er recht dumm und rechty unwissend gewesen sey. Das Apostelamt des heiligen Peters, fieng drey Jahre vor seiner Sünde an; und Aarons Prie-, steramt nahm erst lange nach der semigen den Anfang: denn^ « wurde erst geweihel, nachdem Gott die zweyten Gesehta,
2 feln gegeben halte. Wenn man die Dummheit und Unwis,» senhrik Erasmus nicht zuschreiben kann, auf wen werden sie^ wohlzurückfallen?
V.
^ * Bolingbroke zimmert auch eineGeschichte derStreithäm
" des heiligen Peters mit Simon dem Zauberer, welche Ge»^ schichte ein lautere Gewebe von Ausschweifungen und Un-gereimtheiten ist; und er saget in seinem gewöhnlichen, küh«
ii neu
' Wicht. Unters. 17. Nap.