-l8 Ordensgeistliche.
sie von einsichtvoüen und unparceylichen Leuten zur Rede ge,stellet würden. ^
Im übrigen kann man diesen Ton den Freydenkern hin»gehen lassen ; aber er wird bey jenen, die noch auf Ver, ^nunft und Religion Anspruch machen wollen, allezeit vcr,dächrig und ärgerlich scheinen. Soll man von den Menschennur nach den Einkünften, die sie besitzen, oder nach dem > ^Hochmurhe, den sie an sich nehmen, oder nach den Mitteln «Burtheilen, welche sie haben, sich furchtbar oder beliebt zu Hmachen? Und wird man berechtiget seyn, die Ordensgei,M P,
chen zu verachten, weil sie keines von diesen Mitteln haben? MDie dritte Ursache zur Verachtung, die man gegen die ftiijOrdensgeistlichen zeiget, geben sie sechsten durch die Eise» pjsucht eines Ordens gegen den andern, und durch die Unb» Dscheioenheic der Aufführung und der Bekanntschaften etlicher M
Prlvatglüder. tz
Die Eifersucht eines Ordens gegen den andern machet, kLaß man von jenem, in welchem mau ist, allzu vorteilhaft, > «I,
und von jenen, mir denen man eifert, gemeinlich allzu un« Kbillig denket. Man redet nach dieser Denkensart. Dieje, !nigen, von welchen man geredet hat, unterlassen nicht die hj
andern mit gleicher Münze zu bezahlen; und Leute, zu denen „
man redet, unterlassen nicht, sich mir diesem Wetteifer zuUnterhalten und zu belustigen. Sie fangen sieißig auf, waSzu beyden Seiten gesaget wird, und achten nachmals einen ^
Orden so gering, als den andern. Die Schulstreite zwi» ß
schen den Jesuiten und Dominikanern haben diesen beyden ,,
Orden, die aller Ehre werth sind, gleich viel geschadet. Die ^
Schreibart des V. Serry, eines Dominikaners und des V. ,
<§otrlieb Raynauds, eines Jesuiten, wird sowohl von ^
idem Wohlstände, als von der Religio« verdammet. Leute, §
weiche