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2 (1777) M - Z
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214 Ordensgrisiliche.

Theils Früchte der Falschheit und der Ruchlosigkeit; undbey hundert, die man anführet, die mau erzählet, und dievon einem,Munde zum andern fortlaufen, würde mankaum den zehnten Theil finden, der auf die Wahrheit gegrün-det wäre.

2. Die Pflichten des Ehestandes sind nicht weniger hei-lig , und sind von wichtigem Folgen im gesellschaftlichen Le-ben, als die Pflichtender Ordensgeistlichen; und dennochgiebt es, nach Maaß;aabe, unvergleichlich mehr verehlichreLeute, welche die Pflichten des Ehestandes übertreten, alses Ordensgeistliche giebt, die sich wider ihre Gelübde ver-fehlen. Oft werden Herren nnd Frauen, die in diesemPunkte nicht sehr ängstlich sind, diese Mährchen erzählen:und wenn sie gleich kerne Sitten und keine Ehre haben, wer-den sie sich anmäßen, die Ordensgeistlichen zu tadeln, undwider die geistlichen Orden zu schmähen. Wer wird ihnenBcyfall geben ? Die Bosheit, oder der Blödsinn.

Es ist über die Vorwürfe voll Aergernissen, die manden Order.sgeistlichen Schuld giebt, noch eine Anmerkungzu machen; eine Anmerkung, welche vernünftige, und zudenken fähige Leute, selten zu machen vergessen. Man ereifertsich, und stellet sich ärgerlich an, wenn man bey den Or,denegeistlichen eben jene Tugenden nicht findet, welche manan sich selbsten durchaus nicht haben will. Also werdenhochwüchsige Leute ihnen mir dem größesten Stolze von derDemuth predigen. Unersättliche Leute, Laudpresser, Mär»ner, die durch Ungerechtigkeiten reich geworden sind, werdensie hauptsächlich um die mäßigen Einkünfte, die sie besitzen,zum allermeisten beneiden. Leute von ausgelassenen Sitten,treulose Ehemänner, Frauen, für derer Tugend kein Mensch-ntsprechen möchte, werden das größeste Lärmen au sich la-gen

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