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ne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie. Wennman nach dieser Gesinnung zu jenen fageke, die wider dieOrdensgeistlichen schmähen: Wer aus euch ohne Laster undohne Mackel ist, der werfe den ersten Stein auf sie; so wür«de bald dre Zahl der Schmähenden zusammengeschmolzenseyn. Aber wir wollen eine unmittelbare Antwort geben.
Die ausgelassenen Leute urtheilen gemeinlich von an«demnach ihnen sechsten. Leute, welche die Reinigkeit derSitten nicht kennen, und wenig in Ehren halten, glaubennicht, daß andere besser darauf achten. Die unterhaltlich,sten Gespräche für sie sind jene, wo man erzählet, mit wel,cher Geschicklichkeit man die Leidenschaften ausgeführet, dieUnschuld hintergangen, in die Rechte eines Ehemannes Ein«griffe gethan habe. Wenn Ordensgeistliche, wie es zuwei,len geschehen mag, den Stoff zu diesen schönen Gesprächenherborgen, so werden sie noch ansehnlicher und lebhafter.Was für Anmerkungen, was für Auslegungen wird mannicht darüber machen ? Nachdem man zuvor, als ein wohl«lustiger Spöttler gesprochen hat, nimmt man den Ton einesstrengen Sittenrichters an. Aber wie schön paffet das Sit-tenrichteramt für gewisse Personen !
Man bekennet, daß es Ordensgeistliche gegeben hat,welche sich gegen die Heiligkeit ihrer Pflichten verfehlet haben,gleichwie man zuvor gestanden hat, daß cs Misvergnügteunter ihnen giebt. Man bekennet, daß rechtschaffene Leuteüber dergleichen Aergernisse seufzen, weil ihnen die Religionam Herzen liegt, und weil sie dieselbe in Ehren halten. Aberman kann auch sagen:
i. Die meisten jener Mährchen von Klostergeschichtchenkommen insgemein aus sehr verdächtigen Quellen her, diebillig ein Mistkarren einflößen sollten; sie sind größesten
O z Theils