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2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
212
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2i2 Ordensgeistliche.

von andern Punkten zu reden, die bekannt und gemein ge-nug sind, geben davon einen unumstößlichen Beweis andie Hand.

Z. Wann die Ordensleute ein gewisses Alter erreichethaben, wo die Leidenschaften minder erhitzet sind, wo dieVernunft reiner ist, und wo die Aussichten und Wahrhei-ten der Religion einen stärkern Eindruck auf die Seele ma-chen; genießen sie, beynahe alle, einer Zufriedenheit und Gkmüths» uhe, die man in andern Ständen nicht leicht armes«fen wird. Die Schritte, wozu die Begierde nach Ehren,nach Reichchume, nach einem Glücke in der Welt antreibt,laufen selten ohne Verbrechen und Ungerechtigkeit ab, undverbinden nachmals zu Ersetzungen, zu Wiederruftmgen, zuErstattungen. Kann die Seele dabey ruhig seyn? oder hatsie eine Ruhe, worauf man sich verlassen könnte? Wohinzielet also jenes Gefchrey über das Misvergnügen, das manin den geistlichen Orden erfahrt? Die Vernunft und dieWeisheit werden uns allezeit die Erinnerung machen, daßes nicht möglich sey, in diesen Gesellschaften niemals einigeMisvergnügte anzutreffen, weil sie aus Menschen bestehen»

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Zünfte Frage.

Sind die Klagen über die Aergernisse gut gegründet,die mau wider die geistlichen Orden führet?

erste, was man aufdiese Frage antworten kann, istdieses, daß die Personen, welche sich darüber znmheftigsten ereifern, nicht die tugendhaftesten und bescheiden»sten sind. Jesus Christus sprach ehemals zu denen, die ei»ne Ehebrecherinn vor ihm verklagten: * wer aus euch oh«

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* Zoh. Vlll.