Ordens,geistliche. sn
mit bedachte gcwähstr, oder gleichsam von Ohngefährergriffen haben?
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Lootenlus vivat V
Fürwahr, wo ist ein Stand, in welchem alle, die darrinnen leben, zufrieden sind ? Wo ist ein Stand, in westchem es k.ine giebt, die klagen und sich beschweren? Es istalso nicht zu wundern, daß dieses auch in den geistlichenOrden geschieht. Aber man kann von diesen Misvergnüg,teil in den geistlichen Orden sagen:
1. Daß sie es aus ihrer Schuld sind. Ungeachtet ihrrer heiligen Verbindungen fällt ihnen die Tugend schwer;sie lassen sich zu Leidenschaften verleiten, die sie nicht so leicht,als die Layen, befriedigen können; sie lassen die Pflichtenund den Geist ihres Standes außer Acht. Endlich giebt eseinige von einer solchen Gcmürhsart, daß sie in jedem Sran»de, den sie angetreten hätten, allezeit misvergnügt gewesenseyn würden. Aufihre Gemütsart, auf sie sechsten, undnicht auf ihren Stand soll der Tadel des Mievergnügcns zwrückfsllm.
2. Die Anzahl der Misvergnügken in dm geistlichenOrden ist verhälmißmäßig geringer, als in allen übrigenStänden. Eö ist sicher, wenn Fceyheilbriese vom Himmelkämen, um alle Ehen zu trennen, und alle geistliche Gelüb,de auftuheben, damit alle Personen von diesen Ständen inihre erste Freyheit wieder gesehet werden möchten; es ist si-cher , daß weit mehr Ehemänner ihre Frauen, und weitWehr Frauen ihre Männer, als Ordensgeistllche oder Klo-ster stauen ihre Klöster verlassen würden. Die Sweuhändel,Welche so oft zwischen verctzlichren Personen entstehen, ohne
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