208 Ordensgeistliche.
nützliche Glieder giebt, oder Glieder, welche nicht alle Ei- ^ .genschaften, Fähigkeiten, und Tugenden haben, die dasPublikum von ihnen mit Rechte fodern könnte; welcher ^Stand , welche Gemeine wäre nicht in der Gefahr, aufge,hoben und unterdrücket zu werden? M
Dritte Frage.
Ist es wahr, -aß die geistlichen Orden demStaate zur Last seyn?
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<?>ainit man diese Frage richtig beantworten möge, mußman sich erstlich erklären, was man durch das Wort:Staat, verstehen solle. Man versteht durch dieses Wort,eine Vereinigung von Städten, Ländern, und Gemeinschaf-ten , unter einer gleichen Gewalt, und unter gleichen Gese-tzen, damit sie sich einander wechselsweise dienen, vertheidigen,beschützen mögen. Der Staat besteht also aus Ackersleuten,Handwerkern, Bürgern, die ihre Schatzung bezahlen; ausSoldaten und Kriegsleuten, welche zum Dienste des Vater-landes die Waffen führen; aus Oberkeiten, die für die Er-haltung der Gerechtigkeit und der guten Ordnung wachen;aus der Geistlichkeit von verschiedenem Range, welcher allesobliegt, was die Religion betrifft; aus StaatSräthen wel,che regieren; und endlich aus dem Fürsten, der die Seele,und-das Haupt des ganzen Körpers und der ganzen Gesell-schaft ist. Also kann man sagen, baß der Staat die Na-tion ausmachet.
Nun, in welchem Verstände könnte man sagen, daß diegeistlichen Orden der Nation zur Last seyn? Einige vondiesen Orden sind reich; andere haben nur ganz mäßige Ein-künfte ; andere endlich leben nur vom Almosen; das ist, von
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