Ordensgeistliche. 207
ret worden; so wird man finden, daß sie nur den Bemü«Hungen und dem Eifer der Ordensgeistlichen das Licht desEvangeliums zu danken haben. Durchwandert man diemahvmeranischen Länder, in welchen sich eine sehr große Menrge Christen befind!; so wird man erfahren, daß diese Christenbeynahe keinen andern Beystand in Religionssachen erhalten,als von den Glaubenspredigern, die aus den geistlichen Or-den dahin gesendet werden. Kehret man in das christlicheLuropen zurück; so wird man erkennen, daß man unmögrlich den Völkern, im Predigtamte, in den Unterweisungen,im Beichtstühle, alles Bedürfniß verschaffen könnte, das manihnen schuldig ist, wenn man den Beystand und die Hülfeder Ordensgeistlichen vermissen müßte. In manche!« Kirch«spiele zu Paris, wie jenes vom heiligen Gulpizen ist, woman ein hundert und dreyßig tausend Seelen, das ist, zwei-mal, dreymal so viele Seelen zählet, als es in gewissenBischosthümern giebt: könnten wohl ein Pfarrer, etliche Kaipellane, und etliche freywillige Priester für den ganzen Äir»chendienst genügen? hätte wohl das Volk keinen Abgang?
Man wird vieleichk sagen, es gebe in den geistlichen Or<den viele unnüßliche Glieder. Aber was für eine Gattungvon Gesellschaft ist auf der Erde, von welcher man nicht dasGleiche mit allem Rechte sagen könnte ? Wie viele Gliedergiebt es nicht in den ehrwürdigsten, nützlichsten, und noch,wendigsten Gesellschaften und Gemeinen, welche jenen Ge,danken Horazens billig auf sich anwenden dürften : Wir die,nen nur, um eine Zahl auözufüllen, und die Lebensmittelzu verzehren.
Nus llumero lumus» Le krudes cemlumers nsti.
Wenn man alle Gemeinen, alle Gesellschaften, Kapitel/Versammlungen verwerfen und aufhebm wollte, wo es um
nützliche