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2 (1777) M - Z
Entstehung
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206
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206 Ordensgeistliche,

und die Feinde der Religion mit so großer Heftigkeit widerdie geistlichen Orden schreyen, so müssen sie wohl der Reli-gion und der Kirche nützlich seyn. Diese zween Gründemöchten zwar schon genüglich seyn, um die Frage zu beam,Worten: aber man kann weiter gehen.

Wenn man untersuchet, wie viele Hülfe der Kirche ge,leistet worden sey, theils um die Lehrsätze zu erklären, rheilsum die Irrkhümer zu bestreiten, theils um die Neigung undLiebe zur Tugend einzuflößen: so wird man gestehen müssen,daß die Ordensgeistlichen das Meiste dazu bcygetragen haben.Man wird sehen, daß eine große Menge Werke über Lehr,säße und Streitfragen, und daß die meisten Bücher, in wel-chen man der zärtlichsten Frömmigkeit wahrnimmk, von Män,nern geschrieben sind, die in den geistlichen Orden gebildetwurden. Was für Männer waren die Bernarden, dieThomas von Aquin, die Bonaventuren, die Bellarminen!Wird man viele Gelehrte antreffen, die mit ihnen zu ver,gleichen wären?

Wenn man sich in die Zeiten zurückdenket, wo die Kirchevon den großen Kehereyen der Albigenser, der Hussiten, derLalvinisten, der Lutheraner angegriffen worden ist; so wirdman sehen, daß die geistlichen Ordenegemeinen die größesteAnzahl von Kämpfern aufgeftellet haben, um den Fortgangder Kehereyen zu hemmen, oder die Menschen, welche durchdie Kehereyen schon verführet waren, auf den rechten Wegzmückzuleiren. Man darf nur einen Blick aufdie Geschich-ten jener Zeiten werfen, um sich zu überzeugen, mit welchemMulhe, Bestreben, und Erfolge die Ordensgeistlichen gckäm,pfet haben.

Wirft man die Augen aufdie unsrmessenen LandschaftenAmerikens und Indiens, wo das Christenthum ist eingesüh,

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