Optimismus.
an. Wir untersuchen noch ihre Ursache nicht. Die Offen-barung lehret uns, das gegenwärtige Leben nur als ein Le,ben der Prüfungen betrachten, welches der Mensch nuhen odermisbrauchen kann: daraus entsteht die Tugend oder das La-ster , das Verdienst oder das Misverdienst. Sie stellet uns
nachmals in der Zukunft die Aussicht eines Stands der Be- ^ Ml
lohnungen oder Strafen vor, welcher eine Folge der Weiseseyn wird, nach welcher man die Prüfungen ausgehalten hat.
Die beste Welt kann also nur in der Religion, und durch Hül- . ^fe der Religion wahr seyn, .welche uns das sittliche Böse mei- ^
den lehret, und Lurch die Prüfungen physischer Ucbel uns ^
zur Tugend bildet. „ Haltet euern unbeschränkten Herrscher ^ ^
„ in Ehren,,, saget uns der heilige Paul: „ nehmet die ^
„ Uedel, denen ihr ausgesehet seyd, mit Unterwerfung und Lie, ^
„ be an; so wird alles für euch zum Besten ausschlagen,,. ,
Dann möger ihr sagen: Dreß ist die beste Welt. ,
§entibu8 Oeum omnis coopersntur in bonum. ^
Der Verfasser des Handlexikons machet sich über das ^System der Optimisten ungemein lustig; aber er behauptet >auch zu beweisen, daß diese Welt nichts als ein gräulichesGewirrs, und der Schauplatz aller entsetzlichster Unordnungen 'sey. Dieses Mittel ergreift er, um alles Gefühl der ! ^Ehrfurcht und Liebe gegen die Gottheit aus den !
Herzen zu tilgen.
' Rim. Vlir.
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