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2 (1777) M - Z
Entstehung
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Optimismus.

an. Wir untersuchen noch ihre Ursache nicht. Die Offen-barung lehret uns, das gegenwärtige Leben nur als ein Le,ben der Prüfungen betrachten, welches der Mensch nuhen odermisbrauchen kann: daraus entsteht die Tugend oder das La-ster , das Verdienst oder das Misverdienst. Sie stellet uns

nachmals in der Zukunft die Aussicht eines Stands der Be- ^ Ml

lohnungen oder Strafen vor, welcher eine Folge der Weiseseyn wird, nach welcher man die Prüfungen ausgehalten hat.

Die beste Welt kann also nur in der Religion, und durch Hül- . ^fe der Religion wahr seyn, .welche uns das sittliche Böse mei- ^

den lehret, und Lurch die Prüfungen physischer Ucbel uns ^

zur Tugend bildet. Haltet euern unbeschränkten Herrscher ^ ^

in Ehren,,, saget uns der heilige Paul: nehmet die ^

Uedel, denen ihr ausgesehet seyd, mit Unterwerfung und Lie, ^

be an; so wird alles für euch zum Besten ausschlagen,,. ,

Dann möger ihr sagen: Dreß ist die beste Welt. ,

§entibu8 Oeum omnis coopersntur in bonum. ^

Der Verfasser des Handlexikons machet sich über das ^System der Optimisten ungemein lustig; aber er behauptet >auch zu beweisen, daß diese Welt nichts als ein gräulichesGewirrs, und der Schauplatz aller entsetzlichster Unordnungen 'sey. Dieses Mittel ergreift er, um alles Gefühl der ! ^Ehrfurcht und Liebe gegen die Gottheit aus den !

Herzen zu tilgen.

' Rim. Vlir.

xxxi.