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2 (1777) M - Z
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203
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SDZ

XXXI.

Ordensgeistliche.

^»edermann redet heut zu Tage ohne Bedenken von dem

S>ande der Ordensgeistlichen. Einige verachten sie;andere halten sie in Ehren: einige verdammen, andere ver,theidigen sie: einige möchten diesen Stand aufgehoben wis-sen, damit in der Welt nicht mehr davon geredet würde;andere denken, daß diese Aufhebung und Unterdrückung fürdie ganze christliche Gesellschaft sehr nachrheilig wäre. Daman einen so großen Gegensaß und Widerspruch in denMeymmgen gewahr wird, auf welcher Seite mögen wohldie Vernunft, die Weisheit, und die Wahrheit seyn?

Damit wir den Leser in den Stand setzen, davon zu ur,theilen, wollen wir etliche Fragen aufwerfen, wodurch alles,was diesen Gegenstand betrifft, aufgekläret werden mag.

1. Was hat zur Stiftung der geistlichen Orden Gelegen-heit gegeben?

2 . Bringen die geistlichen Orden der Kirche keinenNutzen?

^ 3» Äst es wahr, daß sie dem Staate zur Last seyn?

4- Hak man wohl Recht zu sagen, daß sie größestenTherls aus mivvergnügren Leuten bestehen?

Ist das Geschrey, welches gewisse Gattungen vonLeuten über die Denkensart und den Wandel der Ordens»geistlichen führen, vernünftig und gegründet?

Wenn man diese verschiedenen Fragen ein Bißchen über«leget, wird man bald im Stande seyn, zu urtheilen, und denAusspruch zu fällen. Wir werden noch eine sechste Frage bey«

setzen.