>94 Offenbarung.
ist, und das Gemüth wie den will n angeht; ein Ge<setz, daß die Tauben und Blinden erlangen und erkemnen mögen, das der Unwissenheit keine Statt läßt; miteinem Worte, ein Gesetz, daß jedem Menschen kund ge<macht und eingegeben wird. Dicß vergleicht sich mit derGüte, Weisheit, und Gerechtigkeit eines Wesens, wieman uns Gott vormalet. Es ist unanständig für ihn,Gesetze zu machen. Gedothe einzuführen, und Räche zugeben, von denen man nichts versteht, wenn man nichtHebräisch, Syrisch, Griechisch, Lateinisch kann, undwenn man nicht tausend Bände von Auslegungen, Ern
klärungen, und Verdollmetschungen gelesen hat.
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Herr Kriegsmann! Es kömmt hier weder aufs Hebräi-sche oder Syrische, noch auf tausend Bände an. Das Ge-setz , welches Gott den Menschen gegeben hat, und das alleMenschen verstehen können, ist in diesen zweyen Wortenenthalten: * Liebe Gott; liebe den Nächsten. Wir ha-ben gewiesen, daß es die Menschen weder erkennen, noch er-füllen wollten; daß es uns das Evangelium nur klärer ent-wickelt ; daß uns Jesus Christus besser zu erkennen gegebenhar, wie dringend wir verpflichtet siyn, und wie viel unsdaran gelegen sey, dasselbe anzunehmen; daß er uns dieMittel umständlich an die Hand gebokhen hat, welche nnSzur vollkommenen Erfüllung dieses Gesetzes leiten. Dießsind klare und unstreitige Wahrheiten.
Siü lasse!« Sich beygehen, von der Güte, Weisheit, undGerechtigkeit Gottes zu reden. Wissen Sie, daß er unsBeweise gegeben hat, von seiner unendlichen Güte durchdie Sendung seines einzigen Sohnes; von seiner unendlichenWeisheit durch die vollkommene Uebereinflimmung seines G«
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