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2 (1777) M - Z
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193
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haben sollten? daß sie die Weihung gelehrt und ordentlichin ihrem Wandel machen solle? daß ein jeder Priester ebenso fähig seyn solle, das Evangelium zu erklären, als dieWone der Wandelung oder der Ledigsprechung auszusvrechen?Der heilige Apostel Paul berichtet uns den Gegensatz. Mankann in seiner ersten Epistel an die Korinther * umstäud-lich sehen, was für verschiedene Gaben und Fähigkeiten dieDiener Gottes haben.

Aber, mein Herr Kriegsmann! könnte ihm ein verstän,diger Mann sagen: wir fassen, daß Gott die Menschenbrauchet, wie ein kluger Fürst seine Unterhalten brauchet.Wenn ein König einem Unterkhanen ein gerichtliches Amtgiebl, so giebt er ihm zwar die Macht zu richten; aber theirlet er ihm zugleich die Sitten, die Weisheit, die Einsicht,die Rechtschaffenheit, die Wissenschaft der Gesehe mit? DieMacht ist ganz unabhängig von der Wissenschaft. DasUnheil mag sehr gut seyn, wenn gleich der Richter ein umgesitteter oder unwissender Mann ist. In der Religion kömmtdie Wandlung, die Ledigsprechung von der Gewalt des Prie-sters; die Erklärung des Evangeliums kömmt von der Wis-senschaft her. Im übrigen reden Sie von der Religion aufgleiche Weise, wie Sie sagen, daß Sie von dem, was imMittelpunkte der Erde ist, reden würden. Sie sind in ei-nem so gut als im andern gegründet, und verdienen in beyrden gleich viel Gehör.

Vl.

Entweder hat Gott den Menschen kein Gesetz gege-ben , oder er hat ihnen ein verständliches und nicht ma-terialisches gegeben; ein Gesetz das allezeit gegenwärtig

ist,

* XII.

ii. Band. N

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