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2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
186
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186 Offenbarung,

ber reden nicht mehr die Sprache mahomers. Ist dieß nichteine recht natürliche Art die Menschen zn unterrichten, wennman immer mit ihnen eine Sprache redet, die sie nicht ver»stehen? Man übersehet diese Bücher , wird man sagen.Schöne Antwort! Wer wird mich versichern,daß diese Büchergetreulich übersetzet sind; ja daß es möglich ist, daß sie es seyn?Und wenn Gon den Menschen so viel thut, daß er zu ihnenredet, warum muß er eines Dolmetschers vonnöchen haben?Ich werbe niemals begreifen, daß etwas, so ein jeder Menschzu glauben schuldig ist, in Büchern verschlossen sey, und dasJemand, der weder zu diesen Büchern, noch zu Leuten, diesie verstehen, zu gelangen Gelegenheit Hst, für eine unwillkühr«liche Unwissenheit gestrafet werden solle.

Der Philosoph.

Ich begreife sehr wohl, daß Gott, aus Weisheit undLiebe gegen die Menschen, ihnen hat ausdrückliche Gesetze undGeborhe geben können. Ich sehe nichts dabey, was denBegriffen seiner unendlichen Vollkommenheiten widerspräche.Wenn er es gekonnt hat, so haben diese herrlichen Gesetze,und göttlichen Gebvrhe in Büchern und Denkmälern enthal,ten seyn müssen, welche ihr Andenken fortpflanzen sollten,und die man zu Rache ziehen und mit Fleiße durchforschenmöchte.

Aber diese geistlichen Bücher sind in Sprachen ge,schrieben, die jenen unbekannt sind, «reiche sie besitzen.Die Heiligen Bücher, wird man Ihnen sagen, sind in derSprache geschrieben worden, welche die Völker redeten, andie die Offenbarung gerichtet war. Die Propheten habenfür die Hebräer Hebräisch, die Evangelisten für die Judenund Griechen hebräisch und griechisch geschrieben. DieSprachen sind seit derselben Zeit zwar verändert worden; al-lein