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2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
111
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Offenbarung.

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Zweyter Artikel.

Von der Nothwendigkeit einer Offenbarung.

er Endzweck, zu welchem die Offenbarung den Menschen

ist errheilet worden, war gewesen, ihnen Gott ihrenSchöpfer, ihre Pflichten, ihre ewige Bestimmung, ihre grö-Hefte Angelegenheit vollkommner zu erkennen zu geben. Wardie Vernunft allein zulänglich, um diese wichtigen Kennt-nisse zu entdeckeri, oder war sie nicht erklecklich dazu? Dieseswollen wir entscheiden: nicht durch Vernunftschlüsse, woman fürchten könnte, überraschet zu werden, oder worausman Mistrauen sehen möchte; sondern durch Wahrheiten,welche man unmöglich streitig machen kann.

Erste Mahrheit: Die Menschen sind durch eine lan-ge Reihe von Jahrhunderten, über die wesentlichsten undnothwendigsten Wahrheiten, in den tiefesten Finsternissen ge,stecket.

Zweite Mahrheit: Sie haben sich den schändlichstenAusschweifungen Preis gegeben, welche der Vernunft zummeisten widerstreben.

Dritte Mahrheit: Die Einsichten der Weisen sindnicht erklecklich gewesen, um das menschliche Geschlecht zu be,leuchten, und ihre Bemühungen haben nicht genüget, umLen Ausschweifungen der Menschen Einhalt zu thun.

Vierte Mahrheit : Nur durch die Offenbarung istdie Dunkelheit zerstreuet, und der Strom der Ausschweifun-gen eingehalten worden.

Wenn wir es zu Stande bringen, diese vier Arten vonWahrheiten zu erweisen, so werden wir eben dadurch auf dieaugenscheinlichste Weise die Nothwendigkeit einer Offenba-

rung