Moses. iO7
pfern. Mit einem Worte: er machte aus den HebräernUngeheuer der Raserey und der Grausamkeit.
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Die Wurh, mit welcher dieser Mann alle Gräuel vonden Hebräern ausstreuet, machet, daß er nicht mehr weist,was er denket, oder was er saget. Wie können eben dieselbenLeute zugleich so lenksame Sklaven und so grausam und ra-send seyn?
Nachmals soll er uns zeigen, wenn er kann, worinnenjene ehrgeizigen Absichten des Moses bestanden. Es ist ankeiner Stelle der Schrift angedeutet, daß er weder für sich,noch für seine Kirider jemals etwas gethan habe: er ernanntesich selbst einen Nachfolger, der weder aus seinem Geschlrch,te, noch aus seiner Zunft war. Er erklärte, daß er dmTrost nicht Haben werde, in das gelobte Land einzugehen.Was für Beweise kann man von seinen ehrgeizigen Absich,ren, und von seinen Leidenschaften geben?
Heydnische Schriftsteller, die allgemein hochgeschäht wer»den, legen dem Moses die größesteu Lob spräche bey; die jü-dischen und christlichen Schriftsteller beweisen und erprobendie Wahrheit von allem, was die heilige Schrift von ihmsaget: Abtrinnige von der Religion laden ihm allen Gräuelauf, den man ersinnen kann, und beweisen nichts von allem,was sie auf die Bahne bringen. Dem vernünftigen Leserkömmt es zu, sich umzusehen, wonach er sich richten möge,und aus welchen Quellen er schöpfen solle, um vonMoses zu urtheilen.
XXIX.