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4. Varro, der Gelehrteste unter den Römern, sagetuns, daß man van allem, was man von den Zeiten erzäh-let , die vor der Errichtung der olympischen Spiele gegangensind, nichts sicher glauben könne; daß erst um dieselbe Zeitdie fabelhasten Zeiten Griechenlands aufhören. Nun aber,die olympischen Spiele sind erst sieben hundert Jahre nachMoses errichtet worden.
IV.
Ist es nicht äußerst wahrscheinlich, daß dieses so neue,so lang herumirrende, so spät bekannte Volk, welchessich so spät in palästinen niedergelassen hat, mit der phör«irischen Sprache die phönicischen Fabeln angenom-men habe, die es noch vermehrte, wie es alle dummeNachahmer machen? Konnte ein so armes, so unwissen,des, so unerfahrnes Volk in allen Künsten etwas andersthun, als seine Nachbarn nachahmen ? weiß man nicht,daß sogar der Namen: Adonai, Eloi, oder Eloah,welcher bey dem jüdischen Volke Gott bedeutet , allesphönicisch war?
Das hebräische Volk ist ehemals das Volk Gottes, unddas einzige gewesen, welchem die göttlichen Verheißungenund die göttlichen Bücher vertrauet waren ; das einzige,welches den wahren Gott erkannt und angebethet hat; daseinzige, dessen Religion jene Laster verdammet hatte, welchedie Natur verletzen, und wider die Vernunft streiten. Manmuß dann nicht wundern, daß die Philosophen sich so sehrbestreben, dasselbe herabzuseßen, und zu entehren. Aber laßtuns sehen, ob sie geschickt in ihrem Angriffe ftyn.