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Moses.
Wer hat Ihnen das gesaget, Herr Doktor? Wer ist derVerfasser dieser Fabeln ? Wer hat sie gesehen? In was füreinem Jahrhunderte sind sie gemacht worden ? Wann Siediese Fragen werden beantwortet haben, mag man Sie an,hören. Aber vor allen Dingen müssen Sie wissen, i. daßin Ihrer Zeitrechnung ein recht grober Fehler ist. Es wa-ren, sagen Sie, sehr viele Jahrhunderte, seitdem manschon dem Bacchus zueignete/ was die Juden vom Mo-ses gesagt haben. Und man wird Ihnen beweisen, daß die,sec vorgebliche Bacchus, dieser Besieger Indiens, viel jün»ger als Moses war. Denn Semele, die Mutter des Bac,chus, war eine Tochter Radmus, des phöniciers, welcherein kleines Pflanzvolk in Böotien führte, und die StadtTyebe stiftete. Nun aber, nach der Meynung aller Zei»rechner, trifft die Erbauung von Theben mit dem Auszugsder Hebräer aus Aegypten zusammen.
2. Sie müssen wissen, daß nicht allein dis Geschichte desMoses für eine Nachahmung der Fabeln vorn Bacchus nichtgehalten werden kann; sondern man könnte vielmehr die Fa,beln vom Bacchus für eins Verfälschung der Geschichte desMoses ansehen : und dieß halten Vossius , Bochart, derBischof von Avranche, und mehr andere Gelehrte für einebewiesene Sache.
Z. Sie müssen wissen, daß diese Fabeln erst lange, nach,dem die ägyptischen und phönicischen Pfianzvölker Griechen,land bevölkert Hatten, erdacht worden sind. Allein diesephönicischen Und ägyptischen Pflanzv ölker entstanden erst umdie Zeit, da Moses lebte, oder waren sogar größesten Theilsjünger als Moses. Wie können dann die Fabeln älter alsMoses ftyn?
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