86 Moses.
„ unter einer menschlichen Gestalt abgrbildet zu werden.„ Man findet am Ende seines Gesetzes diese merkwürdigen„ Worte: Dreß saget Moses den Juden auf Gottes Be,
Der gelehrte Gtrabo redet im sechzehnten Buche seinerErdbeschreibung nicht kvenigcr vortheilhaft von ihm. „ Mo,„ ses„ sagst er, „zog aus Aegypten mit einem großen„ Volke, welchem der wahre Dienst der Gottheit angelegen„ war. Er behauptete, daß die Aegyptier sie entehrten, da„ sie Gott den Thieren, und sogar den verächtlichsten Thieren,„ gleichmacheten; und daß die Griechen und die Afrikaner„ ihr nicht mehr Ehre bewiesen, da sie Gott den Menschen,, ähnlich bildeten. Er sagte, es gebe keinen andern Gott,„ als jenen, der die ganze Welt einschließt; man könne sich„ kein Bild von ihm gestalten; man müsse ihm einen Tem»„ pel aufrichten , der seiner würdig sey, und ihn anbethm,,, ohne eine Vorstellung von ihm zu machen. Diese Gesin,„ nungen hatten ihre Wirkung bey Menschen, die ein red,„ licheö Herz hatten, wie die Hebräer; und sie nahmen um„ ter seiner Leitung von dem Lande Besitz, wo nun Jeru,„ salem steht,,.
Justin steht in dem Begriffe, den er vom Moses giebt,den Griechen nichts nach. Ob er schon irret, da er ihn einenSohn Josephs heißt, so ist dennoch dieser Fehler im Ge,schlechte von keiner Wichtigkeit. Man vernehme, wie ecim sechs und dreyßigsten Buche seiner Geschichte sich ausdrü,cket. „ Nichts, was die Gottheit oder die menschliche Ge,„ sellschast angehen mag, war dem Vater des Moses ver,„ borgen. Die Erfahrungen, die man von seiner Weisheit„ und seiner Einsicht sehr oft gehabt hatte, waren so rüh,„ rend, daß man ftine Worte nicht so sehr für Worte eines
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