Moses. 8 s
Wer aus Liebe zu jener Menge unwissender und voreinge-nommener Menschen, vre von unfern Philosophen verführetwerden, wollen wir ihnen zuerst die großen Züge vorstellen,womit die heydnischen Schriftsteller den Gesetzgeber der He-bräer uns geschildert haben. Ob sich schon diese Schriftstellerzmvenen in etlichen Umständen von der Wahrheit entfernen,so wi, b man nichts destowemger sehen, was für einen hohenBegriff sie von diesem Manne harren.
Schilderung des Moses von heydnischenSchriftstellern.
Wir nehmen gleich zum ersten ans diesen SchriftstellernDisdoren von Stellten vor, welchen man allezckr für einender genauesten und verständigsten Schriftsteller aus dem Äl-tenhume gehalten hat. Im vierzigsten Buche seiner Biblio-thek stellet ec uns Moses, als ein außerordentliches Genie,einen vortrefflichen Gesetzgeber, einen weisen und glücklichenKnegsheldm vor. Man vernehme, wie er sich ausdrücket.„ ^ Ec war andern Menschen an Einsicht, Stärke, und„ Weisheit überlegen: er sühne sein Pflanzvoik in das Land,„ welches man heut zu Tage Iudenland heißt, nahm es ein,„ und bauere darinnen mehrere Städte; unter andern das„ berühmte Jerusalem. Er unterwies sein Volk in allem,„ was die Religion, den Gottesdienst, die Opfer, die Re<„ gierung des Staates angieng : er ordnete, und bestimm,,, re alles durch die Gesetze. Er gestattete weder Bilder,„ noch Vorstellungen der Gottheit; denn er glaubte, daß„ jener, der den Himmel und die Erde einschließk, und der„ durch seine Ge , ckc alles beherrschet, allzu groß sey, um
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* viblioth. des Photms. s« 4 . Rap.
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