52 Materie.
Gedanken könnte wohl ein Geschenk des Schöpfers seyn, wel-ches er der Materie verliehen hätte.
Dergleichen Antworten, wenn sie gleich von MännernHerkommen , die sich für die erleuchtetsten in der Welt ans,geben, mögen nur für die Schandflecken der Vernunft, undfür die äußerste Ausschweifung des Unsinnes gehalten wer,den: und dieses wollen wir auf die fühlbarste Weise zu erken,um geben.
Erstlich : man getrauet sich zu behaupten, daß di- Or,ganisarion durch Verfeinerung der Materie sie fähig zu den«ken machen könnte. Aber verändern die Organisation unddie Verfeinerung der Materie ihre Natur? Ist die Mate,rie, wenn sie verfeinert ist, nicht mehr träge und nicht mehrHeilbar? Weil sie diese oder jene Gestalrähnlichkeit, diesenoder jenen Grad der Hiße oder der Bewegung hat, wird siedeßhalbra geschickter seyn, Gedanken oder Gesinnung zu wer,dm ? Was werden die Materialisten daraufantworten ? Waswerden sie wider den Auszug einwenden, welcher! wir ebenvon der Lehre Lockens in dem Vortrage unsers zweytenVernunftschluffes beygeöracht haben ? Es ist dann eine er,bärmliche Sache, Zusagen, die Organisation könnte die Ma-terie denkend machen.
Zweyrens: die Vernunft entsetzet sich nicht minder, dasie sagen höret, das, was man Gedanken und Gesinnungheißt, sey nichts anders, als der Stoß und die Bewegungder geistigsten Theile des Geblüts im Hirns.
Denn t. Wenn das Hirn im Menschen der denkendeGrund ist, weil es diese Größe und Bewegungen empfängt,warum soll man nicht auf gleiche Weift sagen, die Handdenke, und der Fuß denke, weil der Fuß und die Hand ebensolche Stöße und Bewegungen empfangen? Es sind in bcy,
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