5O Materie.
daß wir auf gleiche weise, sobald wir einen Gegenstandgefttzet haben, in welchem der Gedanken, die Rennmiß,der Zweifel, u. s. w. bestehen, alsogleich einen eben sodeutlichen Begriff von der Substanz des Geistes, als vonder Substanz des Rörpers haben.
Folglich kann uns, nach Herrn Locke, der Begriff,Len wir von der Materie haben, nicht zu dem Begriffe vomGedanken leiten, und der Begriff vom Gedanken läßt sichmildem Begriffe von der Materie nicht vereinigen.
Er saget ferner: * Es ist unmöglich zu begreifen,daß die Materie aus ihrem Schooße die Gesinnung, dieFassung, die Renntniß Hervorbringen möge. Denn mantheile sie Ln so viele Theile, als man will; man gebeihr alle Bewegungen und Formen, die man verlanget;so werden diese unendlich kleinen Theile auf Rörper voneiner Größe, die mit ihnen ein Gleichmaaß hat, nachkeiner andern weise wirken, als auf Rörper von einemZolle oder einem Fuße im Durchschnitte. Die Theile voneinem Zolle oder Fuße im Durchschnitte treiben einander;dieß ist alles, was sie thun können , die kleinen habennicht mehr Vermögen.
Also, wenn die großen Theile den Gedanken nicht erzeu-gen können, so können ihn die kleinen eben so wenig erzen,gen.
Endlich die Bewegung, saget er weiter, kann niemalsden Gedanken erzeugen; und es wird allezeit eben so sehrüber die Rräfte der Bewegung und der Materie seyn,die Renntniß hervorzubringen, als es über die Rräftedes Nichts ist, -Le Materie hervsrzubringen.