Materie. 49
hinausreichen: und daß es unmöglich ist, in diesen Verrich,tmigen den mindesten Grund zu einer TheUbarkeü zu de,greifen.
Hier sicht man dann erstlich einen wesentlichen Unter«schied zwischen der Handlung der Materie und dem Gedan»ken; sosann einen Grundsatz, woraus man die-'e augenschem,siche Folgerung zieht: Die Materie kann den Gedanken nichtHervorbringen, und sie rft unfähig zu denken.
Zweyter Vernunftschluß.
Der Gedanken kann nicht aus der Materie Herkommen,und nicht von der Materie hervorgebracht werden, wenn esunmöglich ist , daß die Materie den Begriff vom Gedankenerzeuge. Nun, es ist unmöglich, daß die Materie den Be,griff vom Gedanken erzeuge. Folglich kann der Gedankennicht aus der Materie Herkommen, oder von der Materiehervorgebracht werden.
Es ist ein angenommener Grundsatz und ein Schulspruch:Die Ursache begreift ihre Wirkung in sich; und die Wirkungist in der Ursache enthalten. Mithin, sobald man die Ursa-che erkennt, kann man auch die Wirkung erkennen , oder zumwenigsten vermuthm. Der Vordersatz leidet dann keinenAnstand.
Der Mittersaß ist von Locken, den uns Voltaire allezeitfür den großen Beschützer des Materialismus angicbk. * Eserhellet mit der äußersten Rlarheit, saget Locke, gleich,wie wir keinen andern Begriff von der Materie harden, als von einem Dinge, welches aus Mehrern fühl-baren Eigenschaften besteht, die unsre Sinne rühren;
daß
' in v. -z. Rap.
H. Band. D