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2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
48
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48 Materie.

Beschaffenheiten sagen: denn alle diese Beschaffenheiten undEigenschaften, die wir an ihr kennen, sind nur die Wir-kung der Bewegung, der Gestalt, der Form, und der Zu-sammensetzung ihrer Theile. Wir erklären uns in diesemPunkte nicht weitläufiger, weil wir in einem andern Artikeldieses Werkes * zur Genüge davon reden werden.

2. Daß der Gedanken, die Kennmiß , die Gesinnungnicht theilbar seyn, ist eine Sache, die man nicht beweisenwill: denn es scheint, es werde niemals einen so ausschwei,senden Menschen geben, daß er dieses anstreiten möchte.Was könnte man in der That zu einem Menschen sagen, derbehaupten wollte, daß ein Gedanken, eine Gesinnung, eineBejahung, eine Verneinung eben so fähig ,eyn, gerheiletzuwerden, als eine Linie, ein Zirkel, einDreyeck? der vonder Hälfte, vom dritten, vom vierten Theile einer Verrich-tung des Willens oder des Verstandes redete ? der sich einvibdete, man könne einen Gedanken vertheilen, wie man wasimmer für eine Zahl, eine Masse, eine Menge theiltt. Jene,die dergleichen Reden führen könnten, möchten immer so ver,achtenswürdig seyn, so verdieneten sie dennoch mehr Mit«leid als Verachtung.

Das innerste Gefühl saget uns allen, daß nichts einfa-cher ist, als jene Verrichtungen, durch welche wir denken,wollen, urtheilen, und schließen: daß diese Verrichtungen,welche in uns sind, sich weder auf das Haupt, noch auf ei-nen andern Theil des Körpers, noch auf dem Umlauf desGeblüts beziehen: daß diese Verrichtungen nur die Weisesind, nach welcher etwas, das in uns ist, das wir sechstenist, sich zu den Gegenständen wendet; es mögen die Gegen,stände fühlbar seyn, oder über den Kreis unsrer Sinne

hinaus.

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