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2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
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Materie. 47

Die Materie wirket nur, und kann nur durch die Be,wegung wirken, die ihr eingedrücket wird, und durch den Ern«druck, welchen alsdann die Theile der Materie auf die Ge«gmstände machen. Dieß ist ein Grundsatz, den Niemandin Zweifel ziehen kann. Also ist das Licht, das uns beleuch»tet, und uns die Gegenstände fühlbar machet, nichts anders,als ein Haufe ungemein feiner und verdünnerter Materie,welche nach den Gegenständen hingetriebcn wird, von denGegenständen auf unser Aug zurückbricht, und darinnen ihrBild malet. Was ist der Ton ? Eine sich bewegende Luft,welche 'durch ihre zitternden Bewegungen an die Nerven un«fers Gehörsinnes schlägt, und daraufErschürrrungen verur,fachet, wodurch wir erkennen, was man di- Töne heißt.Der Geruch ist nichts anders, als der Eindruck, welchendie Theile, die sich von den riechenden Gegenständen abrei-ßen, und den Geruchsinn rege machen, aufdieseö Hülfügliedwirken. Das Wachsrhum ist die Wirkung eines Umlau,fes, welcher die Nahrung in alle Theile des wachsenden Kör-pers bringt; und dieser Umlauf selbsten ist die Wirkung derBewegung, die eine erhitzte und ausgedehnte Luft Theilender Materie eindrücket. Jene Lust treibt Liese Theile, wel,che selbst wieder andere treiben; und daraus entsteht der Um-lauf, und die große Grundursache des Wachsrhumö.

In allen diesen Handlungen, und auf gleiche Weise inallen übrigen Handlungen der Materie sieht man nichts, alsBewegung, und Theile, die in Bewegung gesetzet sind. Nunist es sonnenklar, daß all dieses theilbar ist. Folglich sindalle Handlungen der Materie theilbar, weil man dabey nurTheile begreift, die in Bewegung gesetzet werden.

Was wir von den Handlungen der Marerie sagen, sollman auf gleiche Weise von allen ihren Eigenschaften, und

Be-