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2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
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Materie. 47

daß es nochwendig sey, die Schöpfung der Materie anzu,

nehmen.

Die Ewigkeit der Materie widerstrebet allen lauterstenEinsichten; sie vernichtet auf gewisse Weise den Begriff vonGotte; sie ist unendlich unbegreiflicher, als der Lehrsaß vonder Schöpfung: und alle, die von der ewigen Materie spre«chen , sagen nur unbestimmte Worte her, und bringen nichtLen mindesten Schein von Vernunft, von Beweisen, oderauch von Wahrscheinlichkeit auf.

Dritte Frage.

Ist die Materie fähig zu denken?die Ausdrücke von Materie, von Gedanken,von denkendem Wesen eben so deutlich sind, als dieBestimmungen, die man davon geben könnte; so wollen wirdennoch von eben diesen Ausdrücken Erklärungen, oder Er«läntrungen, oder Bestimmungen vortragen, welche uns durch,aus nochwendig geschienen haben. Wir denken, daß die Be-griffe dadurch bestimmet werden sollen, daß man besser ver,standen werden könne, und daß die Frage leichter zu enrschei,den seyn werde.

Durch das Wort: Materie, versteht man, wie wir ge,sagt haben, eine ausgedehnte, thrilbare, trage Substanz,welche nur durch die Bewegung, die ihr eingedrücket wird,und durch die Form und Gestalt ihrer Theile wirken kann.

Unk4r dem Worte: Gedanken, begreift man alles, wasdie Fassung und die Kennrniß eines Gegenstandes, oder dieUntersuchung, die man damit anstellet, oder das Urcheil,das man darüber fällt, oder die Vernunftschlüsse, die mannach jenen Kenntnissen und jener Untersuchung machet, be-treffen mag.

Durch