Materie. gr
Nachdem er mit vieler Richtigkeit, Klarheit, und Geroauigkeit die leidende und nütgetheilte Bewegung von derwillkührlichen und eigenwilligen Bewegung unterschiedenhat, saget er diese merkwürdigen Worte: „ Denken, daß„ die Materie die Bewegung hervorbringe, heißt eine Wir-„ kung ohne Ursache denken; es heißt durchaus nichts den«„ ken „: -- und er fährt weiter fort:
* „ Ist es nicht klar: Wenn die Bewegung znr Materie„ wesentlich wäre, so könnte sie nicht von ihr gttrenner wer,„ den; sie wäre allezeit im gleichen Grade in ihr, und alle,„ zeit gleich beschaffen in jedem Thcile der Materie; sie wa,„ re unmittheilbar; sie könnte weder znnehmen, noch ver,„ mindert werden; und man könnte nicht einmal die Ma,„ terie in der Ruhe denken?
„ Wenn man mir saget, die Bewegung sey zur Ma,„ terie nicht wesentlich, aber nothwendig, sowilltnan„ mich durch Worte täuschen, welche leichter zu widerlegen„ wären, wenn sie ein Bißchen verständlichere Deutung hät-„ ten. Denn entweder bekömmt die Materie ihre Bewe,,, gnng von sich selbsten: und alsdann ist sie wesentlich zu„ ihr; oder wenn sie die Bewegung von einer fremden Nr,„ sache bekömmt, so ist sie zur Materie nur soweit noch,wendig, als die bewegende Ursache ans sie wirket r da„ stößt uns die erste Beschwerniß wieder auf.
„ Die allgemeinen und abstrakten Begriffe sind die„ Quelle der größestm Jrrthümer unter den Menschen.„ Niemals hat die unverständliche Sprache der Metaphysik„ eine Wahrheit entdecken helfen; und sie hat die Philoso,,/ phie mit Ungereimtheiten überhäufet, worüber man sich„ schämet, sobald rnan ihnen die Verkleidung ihrer großen
Wons
' Eben-. 47. Seit.
/