Materie./ Z-
Erfahrnissen, die man angefiettet hat, chellS aus den Dien-sten, die sie uns leistet, und dis man daraus ziehen kann,abnimmt. Deßhalben schließt man, daß die Materie eineSubstanz sey, welche ausgedehnrt, cheilbar, träge. Lasist, ohne inwohnende Tharrgkeit, und fähig, die Bewegimg«nzunehmen, aber die Bewegung sich zu geben, unfähigist.
Diesen Begriff bringen uns von der Materie alle bey,die mit der meisten Genauigkeit und Klarheit davon gsur,theiler haben, wir haben , saget Locke, * von der Ms,terie keinen andern Begriff, als von einem Dinge, wel-ches aus mehrern fühlbaren Eigenschaften besteht, die aufunsre Sinne wirken. Alles, was ich durch die Sinnewahrnehme, ist Materie, saget Rousseau: und ich
leite alle wesentliche Eigenschaften der Materie von denfühlbaren Eigenschaften her, welche mir die Materie;«erkennen geben, und welche von ihr nicht getrennet wer-den können. Ihre Ausdehnung, ihre Theilbarkeit, ihreFähigkeit, Eindruck auf unsre Hülfsglieder zu wirken, habenkeines Beweises vonnScheu : unsre Sinne leisten uns bestän-dig Zeugschast davon.
»Ihre inwohnende Trägheit — uud diese fodert hier disvorzüglichste Aufmerksamkeit — ist eine Sache, welche vonallen größesteu, alten und neuen, Philosophen erkannt wur-de ; und unter den alten hat keiner besser davon geurtheilet,als der weise Plato, und keiner har richtigere und vernünf-tigere Folgen daraus gezogen. Es ist wahr: Demokrit,der Lehrmeister Epikurs, hat nicht wie Plato, und wie disandern Philosophen gedacht. Er scher die Materie in Be-wegung , ohne daß er etwas sagen könnte, das seinen Sah
untsr-
- D. 2;. Rap. *' Emil. z. Band. zz. Seit.