Märtyrer. - sz
Nach dem Verfasser des Handlexikons steht auch derVerfasser der philosophischen Gedanken wider die Märtyrerauf, welcher m seiner schwülstigen und unverständlichen Spra,che nicht einmal den geringsten Schein von Menschenverstän-de oder Wahrheit zeiget. Man kann aus dem, was wirvon ihm ansühren wollen, davon mcheilen.
VII.
' * wer für einen Gottesdienst sterben wollte, von demer die Falschheit erkännte, wäre tollfinnig.
Wer für einen falschen Gottesdienst stirbt, den eraber für wahr hält; oder für einen wahren Gottes-dienst , von dem er aber deine Beweise hat, ist einSchwärmer.
* * *
Es ist wider alle gesunde Vernunft zu sehen, daß esMenschen geben könne, die ihr Leben aufopferten, um dieWahrheit eines Gottesdienstes zu bestätigen, wovon sie dieFalschheit erkännten. Dieß ist wider die Natur.
Man muß mehr als ein Schwärmer sey, um zu behaup-ten , daß nur jene wahre Märtyrer sind, die für einen Got-tesdienst sterben, wovon ihnen die Wahrheit geometrisch he,wiesenist. Eine Religion, Geschichten, Begebenheiten, diegeometrisch bewiesen werden! das verlanget dieser neue Träu,mer.
Dieß verlanget er, wie er sich an tausend Stellen her,ausläßt. ** wenn deine Religion wahr ist, saget er, sokann ihre Wahrheit augenscheinlich dargethan, und durchunumstößliche Gründe bewiesen werden. Man hat, um
mich '
«» Ebend. N.
' Phil. Gedank.N. z».