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ungehindert, als zuvor. Er tröstete, ermahnte, unterrichttere die übrigen Gefangenen, welche über ein solches Wnn»der voll Erstaunens waren. Als der Richter davon Nach-richt erhielt, glaubte er, daß ihn der Arzt betrogen habe.Aber dieser zeigte ihm Römers Zunge vor, und behaupte-te, es habe ihm nur die Macht Jesu Christi dis Sprachewietergeben, und nach einer solchen Mißhandlung das Le,ben erhalten können. Die Sache wurde bald durch einBeyspiel bestätiget. Denn der starrsinnige Asklepiades ließeinen Menschen kommen, der zum Tode verdammet war,und hieß ihm die Zunge eben so rief abschneiden , als mansie Romanen abgeschnitten hatte; und der Mensch starbdaran auf der Stelle. Etliche Tage darauf ließ Asklepiar-es, der beschämet, aber nur immer desto grausamer war,den heiligen Märtyrer in seinem Gefängnisse erdrosseln. Dießist in der Hauptsache die Erzählung Luftbs von Läsareen.
Wir haben diesem Verfälscher der Martergeschichten schonetliche Fragen, auf Art einer Kritik, gcstellet. Mau hätteihn» noch viele andere zu stellen. Man könnte ihn fragen:Wo haben Sie alle jene schönen geheimen Nachrichten her-geholet, die Sie erzählen? Wo haben Sie erfahren, daßder Arzt, welcher dem heiligen Roman die Zunge abschnikt,der erste Leibarzt d.s Kaisers gewesen sey? Wo haben Sieerfahren, daß Diokletian dem Märtyrer Gnade bewilligethabe, -he ihn Asklepiades zum Feuer verurkhcilte? Wohaben Sie erfahren, daß man einen Vorbeygehenden anhielt,dem man die Zunge abschnikt, um zu wissen , ob der Arztdie Wahrheit sagte ? Luseb, welcher uns die Geschichte desheiligen Märtyrers Romans aufbehalten hat, saget uns keinWort von allen diesen Dingen.
Nach