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2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
21
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Märtyrer.

es so wett gebracht hatte, daß er mehrere zum Abfalls vomGlauben bewog. Als es Roman erfahren hatte, stellte ersich dem Asklepiades vor, und verwies chm seine Grausam-keit und seine Blindheit. Der Statthalter char, so viel erkonnte, um diesen Fremdking zu gewinnen, oder schüchternzu machen. Aber alles war vergebens; und nachdem er ihndie entsetzlichsten Peinen hatte ausstehen lassen, verurtheilteer ihn, lebendig verbrannt zu werden. Das Urkkeil sollteaußer der Stadt vollzogen werden. Die Juden, welche zuAntiochien sehr zahlreich waren, giengen mir Begierde hin-aus ; und als man anfieng, Feuer an den Scheiterhaufen zulegen, fiengen die Juden an, auf die Christen zu schimpfen,und sie au das Wunder der babylonischen Knaben za erin-nern, da sie zu ihnen sagten, ihr Jesus wäre nicht so »räch,tig, Romanen zu bcfreyen, wie die drey hebräischen Kna-ben befreyet worden waren.

Indessen daß sie also redeten, zog sich ein so heftigesGewitter auf, daß Jedermann sich in aller Eile wegbege,ben mußte, und daß der Richter sich gezwungen sah, Ro-manen in das Gefängniß znrückführen zr> lassen. Als nach-mals Asklepiades von diesem Zufalle Diokletianen, derdamals zu Antiochien war, Bericht absiattete, «agre der Kai«ser zu ihm, er sollte den Gefangnen nur sitzen lassen. Aberder Richter, durch die Vorwürfe erbittert, die ihm Romangemacht hatte, beredete bald Diokletianen wieder, und zurersten Probe seiner Rachsucht ließ er dem heiligen Märtyrerdie Zunge abschneiden. Er zwang einen christlichen Arzt,aber der unter der Marter abgefallen war, dieses Urthal zuvollziehen. Der Arzt thar es, und behielt aus einem Re-ste der Gottesfurcht, die Zunge des Märtyrers auf. Ro-man, nachdem ihm die Zunge abgeschnitten war, redete so

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