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2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
10
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rs Märtyrer.

Gemüther der Fürsten, der Völker, der Oberkeiten, di« im Reiche vertheilet waren, gemildert: und dazu wurde nichw anders, als sein Willen, erfodert,,.

Es ist augenscheinlich, daß diese Milderung der Gemä-cher der Fürsten und Völker nur von den Regierungen desLaracalla, Alexanders, der Gordianen , und Philippsverstanden werden kann, unter welchen Origenes lebte. Ob-schon diese Fürsten keine Bannschriften wider die Christen her-ausgegeben hatten, so hat es dennoch von Zeit zu Zeit ver,schiedenmal Märtyrer gegeben, wie es die glaubwürdigenUrkunden beweisen. Aber man konnte sie leicht zählen,weil es nicht mehr so blutige Mehlungen waren, wie mansie vormals unter Mark Aurelen, Trajanen, Domitia-nen, und Neronen gesehen hatte. Dieß ist der wahreSinn yeö Gedankens vom Origenes.

IV.

Gott trug eine so große Gorge für seine Rieche, daßer ungeachtet ihrer Leinde geschehen ließ, daß sie im er-sten Jahrhunderte fünf, im zweyten sechszehn, im drit,ten dreißig Rirchenräthe, das ist, geduldete Versamm-lungen hielt. Diese Versammlungen wurden etlichmalverbsthen, wann die Afterklugheit der Oberkeiten fürch-tete, sie möchten unruhig werden. . . . Ls gab Zeiten,wo diese Versammlungen verbsthen waren. Also ist esbey uns den Calvinisten verbsthen worden, sich in Lan-guedok zu versammeln, wir haben manchesmal diePrediger oder Prädikanten henken und rädern lassen,wann sie Versammlungen wider die Gesetze hielten.