Märtyrer. 9
Religion gestorben sind ; denn es sind wenige, und nurvon Zeit zu Zeit verschiedenmal gestorben.
* * *
Dieser Mann verstümmelt ohne Scheue die Stellen,oder verfälschet sie, oder trägt sie in einem ganz entgegenge-setzten Verstände vor, als der Schriftsteller, aus dem siegezogen sind. Wir finden hier den überzeugenden Beweisdavon.
Origenes, wo er dem Verleumder Celsus antwortet, dereine Seele hatte, die der Seele unserü Gegners sehr ähnlichwar, zeiget ihm, wie weit die Sanstmukh, Geduld, undHerzhaftigkeit der Christen im Leiden gieng : und da er vondem wirklichen Zustande der Religion im Reiche redet, drü,cket er sich mit diesen Worten aus:
Im übrigen, da die Christen, nach den Befehlen ihres„ göttlichen Lehrmeisters , jenen Geist der Sanstmmh und„ Geduld behielten, und den Verfolgern sich niemals wider«„ setzten, haben sie den Fortgang der Religion weit mehr„ befördert, als wenn sie die Erlaubniß gehabt hätten, sich„ zu vertheidigen, weil sie Gott zu gelegener Zeit beschützte,„ und unterweilen die Gewalt der Verfolger einhielt. Um„ die großmüthigen Kämpfer, welche für die Tugend fochten,„ aufzumunrern , und ihnen die Verachtung des Todes ein,„ zuflößen, hat er gestattet, daß etliche von Zeit zu Zeit und,, verschiedenmal ihr Leben für ihre Religion opferten. Aber„ er hak nicht gestattet, daß alle vertilget werden sollten.„ Um die Furcht und Sorgen der Schwachen zu beruhigen,„ hat er die Bestrebungen der Verfolger vereitelt, und die
„ Ge.
* Wider den Cels. z. L.
A 5