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2 (1777) M - Z
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4 Märtyrer.

auf gleiche Weise, weil die Gesellschaft weder an ihremWandel, noch an ihren Sitten jemals etwas auszustellenhatte. Die schöne Schußrede / die der heilige Justin * andie Kaiser Mark Aurelen und Lucius Verus hielt, ist einBeweis davon.

Außerdem bestand diese Erklärung der Christen gegen nurgereimte Gottesdienste nur in bescheidenen Unterweisungen,die sie den Heyden gaben. Dieß war vor den Augen einesweisen Mannes ein Werk der wahren Nächstenliebe: würdees vor den Augen unsrer Philosophen ein Verbrechen seyn ?

Man verfolgte die Juden nicht, heißt es ferner, wel-che sich in ihre Synagogen einschränkten. Erstlich schränk,ten sie sich nicht so sehr ein, daß sie nicht Proselyren mach-ten; das ist, daß sie nicht Heyden zu der Kenmniß des wah,ren Gottes bekehrten. Joseph giebt uns in seiner Ge schichteBeyspiele davon an die Hand; und wir finden auf gleicheArt in der Apostelgeschichte mehrere Beweise. Die Ursachedie man von dem Frieden angiebt, den man den Juden ließ,ist also falsch.

Weiter: Moses war gesendet worden, um ein Geftßzu geben, welches die Juden zur Ankunft Jesu Christi vor,bereiten sollte; und Jesus Christus war gesendet worden, umalle Völker der Erde aus dem Jcrthume und aus der Blind-heit zu ziehen. Die Juden konnten sich dann in ihre Syna,zogen eingeschränkt halten; aber die Christen mußten sich be-streben , den wahren Gott allenthalben bekannt zu machen,und die Ungereimtheit des Göhcndiensts zu zeigen. Wardieser Eifer der Christen ein Verbrechen, welches die entseß«lichen Peinen verdiente, wozu man sie verurtheilte ? Ant-worten Sie, meine Herren Philosophen I

' Schutzr. II.

Endlich