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wird unten der Nachweis versucht werden, daß diese Stelle zum größtenTheile dem ursprünglichen Gedichte nicht angehörte. — Wohl zu be-achten ist dagegen, daß Rother als über das ganze Gebiet des deutschenReiches herrschend erscheint, auch 3099 ausdrücklich 'keiser’ heißt,daß er zum Vater Pipmchis, d. h. Pipins des Kleinen gemacht wird(3476. 4758), der auch 'keiser’ werden soll 5060, — zum GroßvaterKarls des Großen (3477. 4184. 5189), ferner daß Luppolt zum'koninczö Kerlingin’ gemacht wird (4882. 5034), endlich daß Rother zuletztnicht mehr ze Bare, sondern c ze Ache’ Hof hält. — Darin wird manwohl Rückert beistimmen, daß schwer zu begreifen ist, wo anders inDeutschland die Verflechtung der karolingischen Genealogie mit derRothersage sich vollziehen konnte, als in den Rhein- und Niederlanden,„da nur dort Karl der Große und sein Haus einigermaßen in dervolksthümlichen Geschichtstradition lebendig waren, wie die nur dortzahlreichen Spuren früherer und späterer poetischer Schöpfungen ausdiesem Sagenkreise beweisen“ (LX).
Das wichtigste aber ist, daß der aus den Keimen, sowie ausEigenthümlichkeiten der Syntax und aus dem Wortschätze sich er-gebende Dialect des Gedichtes in das Grenzgebiet des Mitteldeutschenund des Niederdeutschen weisen, und zwar, wie mir wenigstens amwahrscheinlichsten ist, an den Niederrhein. — Zwar sind die Reimein einem Gedichte aus der ersten Hälfte des XII. Jhs. nicht so be-weiskräftig wie in einem späteren, und man darf nicht auf vereinzelteReime große Schlüsse bauen. Doch hat auch hier die Reimfreiheit ge-wisse Grenzen, wie sie oben gezogen sind, über die der Dichter nichthinausgeht. Innerhalb dieser dürfen wir allerdings die Reime zum Aus-gangspunkte lautlicher Untersuchungen machen, zumal wenn wir unsauf eine größere Zahl von Reimen stützen können.
Zu bemerken ist noch, daß bei der schlechten Überlieferungdieses Gedichtes, welches durch die Hände verschiedener Abschreibergegangen ist, deren jeder Spuren seines Dialectes zurückgelassen hat —daß bei einem solchen Gedichte die handschriftliche Überlieferung nurin zweiter Linie in Betracht kommen darf.
A. Zur Lautlehre.
1. Vocale: o = mhd. wo ist im Rother unbedingt anzunehmen.Nie erscheint der fragliche Laut mit ü im Reime gebunden, wohl aberim einsilbigen stumpfen Reim mit o 34 (37) Mal, nämlich:
got : not 49. 108. 174. 710. 1403. 1433. 1667. 2368. 2805. 3161.3185. 3281. 3375. 3825. 4529, : rot 2025. 2135, : dot 1583, : bröt 3511,
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