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wereltliche hat Rückert gewiß richtig in werdecliche geändert, mitvrucht (Hs. vroucht) kommt er aber nicht zum Ziele; es ist wohl mitUmstellung — vorht, nämlich werdecliche vorht = Ehrfurcht (vgl.4781). — Ob 4915 ff. dem Beai’beiter angehören, der ganz Ähnliches4493 ff. hat, oder ob unsere Stelle ihn zu jener begeisterte, weiß ichnicht zu entscheiden. Auch kommt wenig darauf an. Ähnlichen Inhalthaben übrigens auch die Verse 4873—4876.
469 ff. wird erzählt, daß Helfrich, Berchters Sohn, auf RöthersBefehl 'über Elve 5 gegen die Heiden gesandt (do er die heiden quelete,die sunder ewe lebeten) 'an godes dienste’ erschlagen ward. Rückert(in der Anmerkung) sieht hierin eine Anspielung auf den Kreuzzuggegen die Wenden, der 1147 stattfand, aber unglücklich endete. Ermuß deßhalb diese Stelle dem Bearbeiter zuschreiben (LXV). Indessenscheint sie mir in den Zusammenhang zu gehören und zeigt sprach-liche Abweichungen von den andern Interpolationen, ohne daß ichfreilich die Möglichkeit der Interpolation ganz abweisen will. Mankönnte auch an Lothars Kämpfe gegen die Wenden denken, auf dievielleicht der Dichter als auf ein gleichzeitiges Ereigniss anspielte.Endlich könnten Lothars Kämpfe in Apulien 1136, bei denen aucheine Belagerung Bari’s vorkommt (Kaiserchr. D 524, 11), die BelehnungBerhters mit Apulien und Sicilien (4883 ff.) veranlaßt haben. Aber fürdie Festsetzung der Abfassungszeit können bloße Möglichkeiten nichtentscheiden.
II.
Wo ward das Gedicht in seiner ursprünglichen Gestalt ver-fasst?
Die Erwähnung der heiligen Gerdrüt von Nivelle in Belgien unddie zweimalige Anrufung des speciell rheinischen heiligen Ägidius,hier Sante Gilje (2926. 3945), sprechen für die Heimat des Gedichtesam Niederrhein (vgl. Rückert LX). Dazu soll wenigstens erwähntwerden, daß enouwe vlie^en 183 (vgl. 1185) ein Ausdruck der Fluß-schifffahrt (s. Rückert Anmerkung zu 183), der eigentlich 'stromabwärts’bedeutet, auf die vom 'sant ze Bare’ in See stechenden angewendetwird, was die Vermuthung nahe legt, daß der Verfasser an den Uferneines großen Stromes zu Hause war. — Auf die vielen Namen rhei-nischer und angrenzender Gegenden ist gar nichts zu geben, denn eskommen daneben auch Ispanjen, Scotelant (s. unten), Pulje und Cecilien-lant, Beheim unde Pölän, Plisnin unde Suurven vor, genug alles, wasirgendwie einmal zum deutschen Reiche gehörte und noch mehr. Auch