Druckschrift 
[1] (1838)
Entstehung
Seite
172
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3) Es ist gewiß nützlich sich einen Hüter zu sehen,und einen Menschen zu haben, auf den man immerblickt, den man auch den Gedanken gegenwärtig glaubt.Mag cs Cato, Scipio, oder Lälius seyn, oder irgendEiner, durch dessen Dazwischenkunft auch verdorbeneMenschen ihre Laster Niederdrücken würden!

4) Mit Lehren ist es, wie mit dem Saamen; erist klein und wirkt viel; nur muß ihn ein geeigneterGeist an und in sich ziehen. Der wird dann auchselbst wieder Vieles hcrvorbringen und mehr heimge-ben, als er empfangen hat.

5) Ein heiliger Geist hat seinen Sitz in uns, be-obachtet und bewacht unser Böses und Gutes, undwie dieser von uns behandelt ävird, behandelt er uns.Es giebt keinen rechtschaffenen Menschen ohne Gott.Kann denn Jemand sich über das Schicksal erhebenohne seine Hülfe? Er giebt die großartigen underhabenen Entschlüsse. In jedem rechtschaffenen Manne

„da wohnt ein Gott; doch welcher weiß mannicht!"

5) Wenn du einen Mann gesehen hast, uncrschrecktvon Gefahren, unberührt von Leidenschaften, glücklichim Unglück, mitten im Sturme ruhig, welcher überden Menschen und neben den Göttern steht: wirddich nicht ein Gefühl der Verehrung ankommcn?Wirst du nicht sagen: „das ist zu groß und zu erha-ben, als das man cs dem elenden Körper, darin erwohnt, Zutrauen könnte? Eine göttliche Kraft ist hiernicdcrgestiegen. Ein Geist voll Auszeichnung undRuhe, der durch Alles hindurch geht, als scy cs zugering, der Alles, was man fürchtet, oder wünscht,verlacht, — den treibt eine göttliche Gewalt. Et-was so Grosses kann nicht stehen, wenn nickt dieGottheit seine Stütze ist; daher ist cs zum größten