Druckschrift 
[1] (1838)
Entstehung
Seite
173
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Thcile dort, von wo cs herniederkam. Wie die Son-nenstrahlen zwar die Erde berühren, aber dort sind,von wo sic ausgchcn, so ist cs mit einem Geiste,der groß und heilig, und dazu herabgescndct ist, da-mit wir das Göttliche näher kennen lernen. Erwandelt zwar unter untz, aber er bleibt fest an sei-nem Ursprünge; von dort hängt er ab, dorthin sichtund strebt er; er lebt in unserer Welt als eine höhe-re Natur.

6) Hoffe darum immerhin Gutes von uns, wenndas Böse uns auch schon gebunden hält, und längstin dem Besitze unseres Wesens ist. Zu Jedermannkommt der böse Sinn früher, als der gute; wiralle sind zum voraus in Beschlag genom-men. Die Tugenden lernen heißt die Laster verlernen.

7) Nie haben wir mit dem Laster stark genug ge-kämpft ; ich bitte dich, verfolge sie ohne Maß und Ziel;denn auch sie haben kein Maas und Ziel. Wirf herausAlles, was dein Herz zerreißt; und kann es nichtanders herausgezogcn werden, so mußtdu dasHerz selbst mit herausrcisscn.

8) Wir schwanken in unseren Gedanken hin undher; nichts wollen wir mit wahrer Freiheit, Bestimmt-heit und auf immer. Du sagst: das ist eine Thorheit,wenn man sich in Nichts gleich bleibt, und uns Nichtsfür lange zusagt. Aber wie und wann werden wiruns von ihr losreifsen? Niemand ist für sich stark ge-nug, um hcrauszukommen; es muß ihm einer dieHand reichen, muß ihn herausziehen.

9) Warum gesteht Niemand seine Fehler? Weiler noch darin steckt. Nur ein Wachender erzählt sei-nen Traum, und ein Bekenntnis seiner Fehler be-weist die Gesundheit. Darum laßt uns aufwachen!

ktt) Die Vernunft ist nichts Anderes, als ein