Il t e Beilage.
Stellen auS dem bezeichnetcn Lucianischen Dialog,(welcher in der gegenwärtigen Württemberg. Chresto-mathie daö „Ende gut, Alles gut!" bildet.)
1) Das Leben — ein Marione ttenspiel!
Mercur: Wenn du genau siehst, wirst du dieParcen erblicken, welche für Jeden eine Spindel spin-nen, von der Alles an einem dünnen Faden hcruntcr-hängt. Siehst Du? Es zieht sich, wie Spinnenfäden,von den Spindeln auf jeden Menschen herunter! —Charon: Ich sehe einen ganz dünnen Faden für einenJeden, der aber meist wieder an einen anderen ange-knüpft ist! — Merc.: Ganz recht, Fährmann; dennJener muß von diesem umgcbracht werden, dieser voneinem Dritten; und so muß der da Erbe von Jenemseyn, dessen Faden kürzer ist; der dort wieder vondem; denn dieß bedeutet das Angcknüpftseyn! Dusiehst also Alle an einem dünnen Faden aufgchängt;und der Eine wird in die Höhe gezogen undschwebt nun hoch droben, und in Kurzem bricht derFaden, weil das Gewicht zu schwer ist, und er fälltherab, und thut einen großen Fall. Dieser aber, dernur wenig von der Erde in die Höhe kommt, wird,wenn er auch fällt, ohne viel Geräusch daliegcn; kaumvernehmen seine Nachbarn den Fall!— Char.: dasist ganz lächerlich, o Hermes!
2) Das Leben — Wasserblasen!
Cbaron: Ich will dir sagen, Hermes, mit was ichdie Menschen sammt ihrem ganzen Leben vergleiche.Hast du schon Blasen in dem Wasser gesehen, dieunter einem hcrabstürzcndcn Bache sich bilden? DieWasserblasen meine ick, von denen der Scbaum sichsammele? Von diesen also sind die einen klein,