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chen lernt, die einst gesprochen wurden, aber seht ge-storben sind; nicht darin, daß Ihr dann an ihren A
eiscnfcstcn Regeln die Vcrstandcskräftc schärst und schlei- ««!
fet, nicht darin, daß Euch etwa eine alte Poesie mit N
ihren freundlichen Klängen Freude macht; nicht da- '
rin, daß Euch die Geschichte an ihren meistens trau- Hk
rigcn Gemälden einen Ernst deö Lebens zeigt, von A
dem Ihr keine Ahnung hattet; aber darin, daß in m
das Herz Euch etwas gegeben werde, das mit Euch z,
lebt und mit Euch sterben darf! Ein Baum ewiger , hWahrheiten soll gepflanzt werden, der, wenn auch sei- snne Zweige sammt den Früchten in den Himmel rei-chen, doch selbst schon auf die Erde da und dort ein k ^liebliches Früchtlein nicderfallcn läßt, das Euch wahr-haftig stärken, trösten und erquicken kann! §
Ist dieses, v. H. gewiß das höchste Ziel des ^
öffentlichen Unterrichtes, wie der häuslichen Erzieh- ^
ung, so mögen Sie mir gestatten, was unsere Schu- H
len anbelangt, hierüber noch ein weiteres Wort zu j
reden, das mir, je wichtiger, je verkannter dieseSache scheint, mit aller Frcimuth auszusprechen, nur ^um so mehr als heilige Pflicht sich aufdrängt! ^
Zwei Quellen sind cs allein, woraus der Mensch ,,
für alle jene ihn umringenden Fragen, Zweifel und §
Bedürfnisse die Lösung und Befriedigung sich hoffen ^
kann. Das ist entweder sein eigener Geist, oder ein ^ ^Geist von oben, welcher höher ist. Was er verlangt ^
und was er braucht, muß er entweder sich erringen ^