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[1] (1838)
Entstehung
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so vielen Reizen und so lieblichem Wesen schon inder sichtbaren Natur diese schrecklichen, zerstörendenKräfte, die jeden Widerstand unmöglich machen unddie das Werk von Jahrhunderten in wenigen Stun-den, ja in einem Augenblicke vernichten können?Warum in meiner eigenen Brust neben innigemWohlgefallen an dem Guten dieser unwiderstehlicheZug zum Bösen, diese unabweislichen Gedanken ansder Finstcrniß, die keine wahre Ruhe in mich kom-men lassen, und, wie ein unüberwindlicher Feind, mitgezücktem Schwerdte zwischen mich und meine Selig-keit sich stellen? Warum, so lange es Mcnfchcngiebt, statt Glück und Friede, dieses beständige Käm-pfen Aller wider Alle schon in den kleinsten Kreisen?Warum dieses ewige Waffcngcklirr' in der großenWeltgeschichte, aus welchem man doch beinahe nurdie rohen Jubeltöne eines frechen Siegers, oder dieTodesseufzer der Besiegten noch vernehmen kann? Undwarum selbst für den Weisesten und Besten diesesEnde seines Lebens? Ja warum sogar auf einmit Ehre und mit Tugend graugewordcnesHaar statteines fröhlichen Blumenkranzes diese Dornenkrone ei-nes martcrvollcn Todes? Und warum diese Nacht,die über unserem Grabe liegt und uns das eigeneLoos der Zukunft, wie das der Unsrigen, die schongeschieden sind, so schaurig verdeckt?

Jedoch was häufe ich Fragen, die ein Jederkennt? Sie suchen ihre Antwort, aber sic ist nicht