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heilig» aber auch wild, leichtsinnig und frevelhaft; siegeben ihm Licht in seine Seele, erregen edle Gefühleund' feiern zum Guten mächtig an, aber sie sind auchGöttinnen der Nacht, und lassen das Edle im Gc-müthc, das Feste, Treffliche im Willen, zu einem tie-fen Schlafe, ja selbst zum Tode nicdcrsinkcn. — Undzwar ist die Dichtung die mächtigere Schwester, weilsie allgemeiner ist, und mehr zu jedem Menschen re-den kann. Sie ist die nützlichere Und die gefährliche-re zugleich, eine fruchtbare, lachende Insel mit zackig-en, verderblichen Klippen. Suchet, liebe Schüler, su-chet mit Ernst, diese Insel zu gewinnen, aber hütetEuch mit Furcht und Beben vor den Klippen! Möch-te es mir gelingen, Euch in den folgenden, wenigenWorten einige Zeichen aufzustcckcn, damit Ihr nichtden rechten Weg zu ihr verfehlet — und nicht al-lein zu ihr! — —
Der so eben ausgesprochene Zweck, m. H. verlangtvor Allem, wie ich glaube, eine diesem Zwecke ange-messene Eint Heilung der Poesie, deren manüberhaupt verschiedene schon versucht hat. Lassen Sieauch uns einen eigenen Gang versuchen! —
In jedem Gedichte, m. H., (ich bitte um IhreAufmerksamkeit!) unterscheiden wir 3 Dinge, — gleich-sam ein Ccntrum, eine Peripherie und etwas, welchesz w ischc n beiden liegt, — ohne Bild : eine Idee,eine äusscrliche (sprachliche) Form, und endlich Etwas,in der Mitte Liegendes, das von dem Standpunkte