Druckschrift 
[1] (1838)
Entstehung
Seite
7
Einzelbild herunterladen
 

Belehrendes, wahrhaft Erziehendes, wahrhaft Bes-serndes hat es wenig, oder nichts.

Aber ist denn dieß allein der Inhalt solcherSchriften?" fragt man etwa. Nicht allein; sedvch dergrößte Theil! DaS Andere schöne Worte einesCicero, auch gutgemeinte Worte, aber dennoch keinekräftige Speise! oft ermüdend und leer, oftmit Eitelkeit uud Selbstsucht durchwcbt, aber dochnoch besser, als die Spöttereien eines Lucian, der dieletzten guten Keime in dem schlechten Glauben seinerVäter frech mit Füßen tritt und nicht damit zufrie-den ist! Man könnte es für jene Zeit verzeihe», wennein gewandter, Heller Kopf die hochgcpriescnenGötterGriechenlands"*) verachtete; aber unverzeihlich ist eSin der That, wenn dann der gleiche Mensch selbstauch das menschlich Große einer Welt zu rau-ben suchte, die versenkt in ihren Wahn, bereits durcheigene Schuld das Göttliche verloren hatte?

Aber was rede ich von Einzelnen? Denn so, wieich es schilderte, (ich will cs frei gestehen!) sind jazum großen Thcile jene Schriften alle, welche dochdurch ihre Form bis jetzt allein geeignet sind, denSchüler weiter fortzuführcn. Es ist beinahe eine Wü-ste, worin nur wenige Oasen grünen, durch welcheder Weg zu dem schönen Lande führt, in dem die bc-

*) Mau vergl. ; D. Schillers Gedicht von dieser Uedcr-schrist,