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gange „paßt uns dis Kuli" gegenüber; mit den cbromaliscblallenden Acbteln auf „euer Qetöns" und den wisderboltenausdrucksvollen killen auf „8ingt uns dazu" vereinigen siesicb zu einer dramatisck lebendigen Lrene. — begleitungsucb im Original: Klavier.
7. /Xrn 2iele. tzuelle: wie >Ir. 6.
Die scbön fließende, reicbe Musik erinnsrl sn Mozart, vondem jedocb 8eckendorkk und clie übrige Weimarer plokgessll-scbakl in diesen dabrsn nocb nicbts kannten. Als Vorbilddürfte wieder Oluck gedient babsn. — prscbtig ist cier Aus-druck des Rubels getroffen, später das Abdrscben cier Musik,vis wenn clis breuds bils in ibrern Olück verstummen mscbts(8. 18 clie letzten 8 Iskte, 8. 16 dis ersten 8 labte). — bs-gieitungl Klavier, nur bei den labten 5—14 traten obligate,nickt näber bezsicbnets Instrumente (wobl bloten oder Oboen)dazu. —> Oer Herausgeber bat die Harmonie etwas voller ge-stakst, die 8timmkübrung unangetastet gelassen.
Aus demselben Singspiel „blls" sei bier nocb der Legion LinesObores wledergegeben, dessen sckono Melodie eins starke Abbängig-belt von dem Oesange der seligen Leister aus Olucks „Orpbeus" zeigt :
Wir bei - ken ger - ne, wir bei - ken ger - ne,
Wir bei - ken ger - ne, ger - ns, ger - ns,
mel° n-ili.
8. Den k^iscliei'. Quelle: Volks- uncl snäerskisclei-, mit 6e§Ieitun§ cies bortepiano, i. N. von8ie§munci bre^tierrn von 8eclrenclorkk, Weimar 1779ttr. 1.
Wie der „König in lbuls" (0. 8cbr. 1896 8. 22) gekörtsucb unser bied zu den Ooetbescben Osdicbten, dis mit8ecken-dorkks Weise ibrs erste Verökkentlicbung gefunden baden.—In der Komposition ist der brzäblerton gut getrokksn, ebensodis „sbnungsvolls 8timmung, wie sie sieb, der Weltdes Wunderbaren und den gewaltigen blalurk'äften gegen-über, im scbwäcbsren Msnscben entfalten muß."*) Das Was-serslsment wird durcb die wogende begleitung, seine lockendeWirkung durcb das cbromsliscb Oinabglsitende der Melodieim vierten labte gemalt. Das Zurückgreifen suk den beginnam 8cblusss der Melodie mscbt das Osnzs musibsliscb ein-bsitlicb.
Oer Herausgeber Kat in der Leglsitung einige ergänzende püll-notsn angesetzt und das Oanzs etwas klaviermäßlger zu gestaltenversuckt.
§>. l^ornunZe uus,,L1auc1ine". Duells: wie Hr. 8.
Disobsrskteri8liscbeVortrsg8beZsicbnllng„Abendtbsusrlicb",dis 8eebendor!k seinem „König in lbule" gibt, würde aucbkür dieses Oied passen. Olsicb die ersten in eckte balladsn-slimmung getsucbten labte rufen dem Hörer körmlicb zu:„Merk' auf, icb will vir was erzablen!" Wie bübscb wirbtdas die Periode sdscblisszende Kacbspiel nscb „gsnungl"lind wie es bei eckten 8tropbsnliedern stets der ball seinso», scbrniegt sieb dis anmutig - kreundlicke Illustration derWorts: „liebgebost und lisbgeberzt" sucb in den sntsprecben-den anderen Versen den angsscblsgsnen 8timmungen auksbeste sn. Zu größerer bsdeutung erbebt sicb die ausgezeicb-nele Komposition nocb in ibrern zweiten leils, der nscb derWisderbolung des Melodiedsginns in Moll ganz andere Wegegebt und mit dem packenden puls: „Pedro!" in ergreifenderWeise au! der Oominsnts scblisht.
Oie Imitationen 8. 18 8vstem 3. labt 1,2 sind neu kinzugesetztworden.
*1 Loetkes Worte llder die Lebandlung von Lalladen.
10. k^omanZL aus „ 1^1 WIN und krlmire*'.
tzuelle: „Oe8än§e mit LsAleitunA äo8 Klaviera (okneI^amen cie8 Komponiaten). Keip 2 >§ und Wintertur,Verls§t8 Heinriek 8leiner und Lompa§nis 1777."
Kack den Darbietungen bockbegabter Dilettanten (dir. 3— 9)wieder die Komposition eines bacbmusiksrs. — Das scblicbte,in seiner bsscbeidsnen Haltung Ireubsrzig und fast volksmähigwirkende bisd bringt eine jener Weisen, die Ooelbs spätermit folgenden an Kayssr gericbteten Worten cbsrskierisisrt:„Arien, wo die Person dis Empfindung des Augenblicks aus-^drückt und, ganz in ibr verloren, aus dem Orunde des Herzenssingt." besonders bübscb sind dis Istrien drei labte gekonnt.Oie vorn abgedruckte besart des üedickts und dis Interpunktionstimgien mit der krübesten Passung Ooetkss und der ksvserscbsnüberein. Kaisers oben erwäbnte Oesange tragen aut dem liteldlattüoetkes bler rum ersten Male gedruckte Verse als Motto:
..liek aus dem Herren klngesungen,
Kskmt diese bieder berrenein,
3o ist mir jeder Wunscb gelungen,
8o sind aucb Hure preuden mein."
Ooetbss Käme ist aber nlcbt genannt.
Ober Kaiser vgl. 0.3ckr. 1896 3.135 und 0.1b. 1916 8. 300und 305 kt.
11 . Lukliec! aus „brwin unä Llmil-e".
tzuslle: wie Xr. 8.
Das nickt gerade reicbe, aber warm empfundene, leicbtverständliebs bied ist kür Kaisers Art bereicbnend.kleine püllnoten sind kinzugesetzt worden.
12. Lxene aus „8ckerZ, l^isl uncl Quelle",tzuelle: Oie in äer Oroßlier 20 §Iicken kibliotlisk in>VeimLi- bekincjlielie lignä8LlinktIiLti6 Partitur. — In-8trument3tion äe8 vorliexenäen 8tüeli68: 8trsicli-quÄrtett uncl Oboen.
Die lebendige, dankbare 8rsns reigt Kaisers bsgsbungkür tbestrsliscbe Wirkungen; so glsicb in den ersten labten,wo 8cspin bei seiner Anpreisung sicb kaum Zeit rum Atem-bolsn gönnt, oder in der Lbarsktsrisisrung des neugierigenDoktors, besonders aber im Auftritt 8cspinens. blastiscb siebtin der ^ris die durcbtriebens Heucblsrin vor unseren /lugen,dis durcb /lbdreebsn des Oesangss, Klagen und 8eufreninnere bewegung vorspiegelt; aucb dis starken Kontraste inder Modulation bslken das bild beleben. (Vgl. 8. 24 8vstem1, 3, 5, 8. 25 8xstem 1, 2, 3.) 8ebr bübscb wirkt u. s. derüderrsscbende Eintritt des b dur 8. 24 8vstem 4 lakt 1. —Die in dieser /lris bewäbrts Kunst der Lbsrsklsrisierung wares, die suk Oostbs starken bindruck mscbte, und kür die erdem Komponisten ganr besonders dankte.*)
Die tlrie „Hin armes Marleben" wurde ln der 0. 8ckr. 1896 8.100rum ersten Male gedruckt; in der vorliegenden Ausgabe aber wirdaußerdem die binlsitung gebracbt, die erst die 8ituatlon klärt unddem 8tücke die reckte dramatiscbe 8tellung gibt.
Oie im Original gar ru breit geratene Einleitung t8. 21—23) iststark gekürzt und die Legleitung etwas vervollständigt worden.
Osnr vorrüglicb ist Kaiser dis bingangssrene des erstenAktes von „8cbsrr, bist und Kacbs" gelungen: „Will niemandkaufen von meinen Waren",— leider sin allru langes 3tück,als daß eins Auknabms in unsere 8smmlung möglicb ge-wesen wäre.
1Z. k^üt' NÄnnei- uns ZU plAKLN. tzuells:n>38 in clor Orotzkel-ZoxllLbeii Llbllotkek bekinclllLbeNgnu8kript tjer voIl8tänäi§sii iVluLik rum 8m§8pisl:„Oie ?l8Lbsi'in."
bin eigensinnig-kokettes 8tück, das von stetig sicb wiedsr-bolendsn dynsmiscben Osgensätren bebsrrscbt wird, bei der8leIIe: „uns ru plagen" glaubt man Vorleben mit dem büßärgsrlicb stampfen ru seksn, so bildbakt wirken musiksliscberAusdruck und melodiscbs Deklamation.
beksnntlicb bat Ooelbs dis Partie des Vorleben in dem8ingspiel: „Die biscbsrin" kür Lorons gsscbriebsn, die alsgute Musikerin es sicb nickt nsbmsn ließ, alle in das 8tück sin-
') äbiillebe drsmatiscks 8ituatlonen linden sicb bäukig in der itslie-niscben Opera bukks von pergoles! (1133) bis Kossinl (1816); kreillcb er-zielte die Oenialilät dieser Meister nocb ganz andere Wirkungen.