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Geschichte der Stadt Bielefeld und der Graffschaft Ravensberg
Entstehung
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Conservntiven hielt eine Rede. In begeisterten Worten schilderteer die Zeiten von 1813 und 15 und schloß, er sei stolz darauf,sagen zu können, mit dabei gewesen zn sein. Daraus erhob sichR. und bemerkte, die Befreiungskriege hatten uns zwar dieFranzosen vom Halse geschafft, dafür aber die Thare der Will-kühr und der Volksbedrückung geöffnet und darum sei er stolz,nicht dabei gewesen zu sein. Ein furchtbarer Tumult erhob sich.Veit Mühe wurde ein Zusammenstoß unterdrückt. BenachbarteOekonomen aber bestellten heimlich ihre Kötter und als dieDemokraten ihren Heimweg nach Bielefeld antraten, erhieltmancher von ihnen eine Tracht Schläge.

Ein anderes Mal hatten sich, als es hieß, R. würde inWerther eine Rede halten, die Landleule der Umgegend mit» Heugabeln bewaffnet, um dem Volksmanne aufzulauern. Späteraber bekundete N. sein bedeutendes organisatorisches Talent vielfachzum Besten der Stadt. Er gründete den ,WächteU und bliebin seiner Gesinnung unentwegt; jedenfalls war sein Name inden vierziger und fünfziger Jahren der vielgenannteste desOrtes.

Geradezu unerhört sind auch die Angriffe, denen Personenunterworfen wurden, welchen man spater, wie dem mackeren Göp-ner, ein Denkmal setzte. Eine Zügellosigkeit sondergleichen herrschteüberall und der Verfasser muß gestehen, daß das sachliche Wortdes N-, der stets nur seine Partei in's Auge faßte, wohlthuendauf ihn wirkte, weil es absah von jeder Person und im schroffenGegensätze sich hielt zu den zahlreichen Ablagerungen schäbiger In-sulte. Ueberall entstanden Blätter, in deren Titel das Wart,Volk' eine Rolle spielte und die meisten glichen jenen Schutt-localen, auf denen Städte ihren Schmntz abznliefern pflegen.Einzelne derselben stellten einen gewissen Teil ihres Raumes,,Spucknapsi von vielen genannt, dem Publikum zur Verfügungund, man entschuldige den nun folgenden Ausdruck, des SpuckenSwar kein Ende. Diese Znstände finden sich in allen Städtenwieder. Ueberall begegnet mau derselben politischen Aufregungund ich erinnere mich noch aus meiner Jugendzeit, daß wirKnaben unS in deutsch und preußisch gesinnte trennten und herz-hafte Kämpfe mit einander ausfochten.

Heute aber schauen wir auf jene Tage wie ans einenTraum zurück, der endlich im Jahre 1870 seine Verwirklichungerhielt, eine Verwirklichung, nach der sich 1818 der große undgesunde Teil unseres Volkes sehnte: