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Geschichte der Stadt Bielefeld und der Graffschaft Ravensberg
Entstehung
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gedungen besetzt; doch bot das ganze Stadtbild von der Höhedes Sparenberges ans einen reizenden Anblick. Alte Geo-graphen, von Caspar Schneider bis auf Hagemann, geben unsaber von der Stadt keine deutliche Beschreibung. Sie reden nurim Allgemeinen von der Lage derselben, um so mehr ist unsdie Darlegung einer Vogelschau auf die Stadt vom Jahre 1818von L. von Ledebur willkommen. „Als ich", so schreibt derzweifellos beste Kenner derravensbergischen Geschichte, „im Sommer1818 bei einem kurzen Aufenthalte in Bielefeld den Sparen-berg bestieg, mich zu weiden an dein Anblicke der reizenden,durch ungewöhnliche Thätigkeit belebten und einen hohen Gradvon Wohlhabenheit gesegneten Gegend und sah auf das dichtunter mir liegende, von Wällen eingefaßte Bielefeld, da tratder Schloßwächter, den sie auch wohl Kommandant zu nennenpflegen, an mich heran, ganz naiv sagend: „Nicht wahr, wie einwestfälischer Schinken liegt die Stadt da unten?"

An die mit Bäumen bepflanzten Wälle, von denen dieStadt nach drei Seiten umgeben ist, reihen sich Gärten undlängs der Lutter die berühmten Bleichen an; Lusthäuser undländliche Wohnsitze füllen das lachende Thal, verstreut liegendeHäuser, die mit ihren roten Ziegeldächern Farbe und Leben indie Landschaft bringen, sind über die ganze Gegend, so weitdas Auge reicht, verteilt und aus diesen zahllosen Ansiedelungen,die von Jahr zu Jahr sich mehren, ragen die Kirchtürme vonHerford, Heepen, Jöllenbeck, der hohe Turm von Schildcschestürzte leider, die Aufhebung der Stiftung der h. Mersuidis nichtlange überlebend, im Jahre 1810 ein — als bedeutungsvolleWahrzeichen für die Geschichte aller dieser allmählich herange-wachsenen Ansiedelungen hervor.

Gegen Westen schweift das Auge über die im glänzendenGrün und blendenden Weiß wechselnden Bleichen des Gadder-baumes hinweg zu dem mit Gärten und parkartigen Anlagenmalerisch geschmückten Johannisberg hinauf; gegen Norden ziehendie Gebiete der ehmaligen Aemter Limberg, Neinebcrg undHausberge die bläuliche Grenze des Horizontes und gegen Ostengleitet der Blick von dem bewaldeten Kamme und den mit Ge-treidefluren geschmückten Anhängen des Osnings, dem geradehier die welthistorisch gewordene Benennung des Teutoburger-waldes ausschließlich zukommt, hinab in die Ebene von Heepenund des lippischen Landes."

lieber die unmittelbaren Grenzen der Stadt vor 50 Jahrenaber sagt der Chronist Schubart: „Die nächste Hingebung bildenGärten, sämtlich mit lebendigen Hecken umzäumt. Im Norden,